Ernst-Abbe-Stadion Jena - Quadratur der verrosteten Flutlichtmasten

Wer einen Fördermittelantrag stellt, muss - wenn nicht im Vorfeld - dann doch aber wenigstens zeitnah alle seine Hausaufgaben erledigen. Dazu gehört nun mal u.a. ein schlüssiges Betreiberkonzept. Mit einer Verwendungsnachweiskontrolle entsprechend dem Fördermittelantrag ist natürlich auch jederzeit zu rechnen.
Einem Rechnungshof, welchem auch immer, liegen auch sämtliche Veröffentlichungen wie zum Beispiel die durchwachsene Meinungsbildung der Verantwortlichen unserer Stadt sowie dem Oberbürgermeisters vor. Da sollte man doch immer, falls tatsächlich Fördermittel erwartet werden, eine aktive und zielgerichtete Politik betreiben, oder es sein lassen. Strategisch bezüglich der Vorbereitung auf die Kommunalwahl dieses Thema anzulegen, halte ich bei dieser wichtigen Entscheidung für nicht Erfolg versprechend, obwohl es bei der Oberbürgermeisterwahl sicher noch erfolgsträchtig war, aber da war die Multifunktionsarena ja auch noch mit einem sehr positiv orientierten Oberbürgermeisterkandidaten - mit scheinbar persönlichem Engagement - verbunden.
Der Vergleich mit dem PKW-Kauf und den aufkommenden Zweifeln kam ja bekanntlich erst nach der Wahl und im Ergebnis erteilt OB Schröter der Arena in Jena nun eine Absage.
"Die Arena sei wohl sogar so weit weg, sei wie um den ganzen Äquator herum." (OTZ vom 13.12.2012)
Hadern, die Fronten wechseln und tot debattieren, bis es keinen Sinn mehr macht, bringt nur Verwirrung, ruft gegebenenfalls Prüfer erst recht an den Tisch – hier zählt nur Transparenz.
Die vom OB vorgetragene Erkenntnis - Sie haben einen Mercedes, der kostet 60 000 Euro an Unterhalt. Sie können aber auch einen Passat – ebenfalls geschenkt – bekommen, der aber nur 20 000 Euro im Jahr kostet. Sie können sich aber nur 20 000 Euro leisten – ist sicher richtig, aber wer verschenkt den Passat?
Daraus leitet er nun seine durchaus nachvollziehbare Ablehnungshaltung ab: “Ich kann diese teure Arena im Stadtrat nicht vorschlagen!”
“Die hohen Kosten für eine Multifunktionsarena werden wir nicht durchhalten.” (Jenapolis vom 13.02.2013)
Wenn der Oberbürgermeister dem Stadtrat diese Multifunktionsarena nicht vorschlägt, könnte es doch allenfalls die Opposition übernehmen, allerdings chancenlos, denn die Koalitionsmehrheit, die hinter dem OB steht, würde dann die Vorlage mit Sicherheit ablehnen. Oder????
Was sich aktuell aus der Quadratur der verrosteten Flutlichtmasten für Möglichkeiten im Wahlkampf ergeben werden, bleibt abzuwarten, den Wählern wird es jedenfalls auffallen, den Prüfern allemal.
Die Lichtstadt Jena, der Leuchtturm des Ostens hat leider unzählbare Baustellen, die meisten müssten nicht sein, wenn die Bürger sich zeitnah einbringen könnten. Dafür spricht der kleine Erfolg der BI Kernberge gegen den ausgeübten Termindruck und die mit der Entscheidung für einen Aufstellungsbeschluss in Gang gesetzte Verfahrenskette.
Immer dann, wenn die Bürger erst nach bereits vollendeten Tatsachen informiert und einbezogen werden, ist vermeidbarer Ärger vorprogrammiert. So erging es leider auch dem FCC - mit dem Pressegespräch wurden vollendete Tatsachen geschaffen - dann erst wurde unser Fußballclub informiert.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige