Gartenschau im Jenaer Stadtrat

Der künftige Eichplatz als großer öffentlicher Gemeinschaftsgarten? Bürgereinsätze nach dem Motto „Graben, pflanzen, ernten“?

Die Fraktion „Bürger für Jena“ im Jenaer Stadtrat bringt in der bevorstehenden Ratstagung am 28. September einen Antrag zum gemeinschaftlichen Gärtnern im Stadtzentrum und in den Ortsteilen ein. Bis zum Jahresende soll die Verwaltung ein Konzept über „Gemeinschaftsgärten und urbanes Gärtnern“ vorlegen. Darin sollen geeignete Brachflächen ausgewiesen und administrative Rahmenbedingungen formuliert werden.

Solche aus den USA stammende „Community Gardens“ haben sich inzwischen auch in deutschen Großstädten aus ursprünglichem Wildwuchs heraus amtlichen Respekt verschafft.

Auf dem künftigen Jenaer Eichplatz werden individuell gezogene Möhren und Radieschen wohl eher keine Chance haben. Den sich nach landwirtschaftlichen Kleinoden sehnenden Städtern wird es an Einfluss in der amtlichen Eichplatz-Jury fehlen. Die „Bürger für Jena“ haben dort lediglich einen Stellvertretersitz - und aus den Reihen der auszulosenden Bürgervertreter, die im Unterschied zu ihren parlamentarischen Namensvettern Vollsitze innehaben, ist kein Plädoyer für Harke und Spaten im betonierten Rund bekannt.

Auch die Architekten halten ihre Projekte über mit Blumen, Kräutern und Gemüse bepflanzte Dächer zumindest noch zurück. Für im Vergleich zu Parzellen im Platzpflaster garantiert ausreichende das Pflanzenwachstum fördernde Sonnenkraft wäre gesorgt. Pläne zur Ansiedlung von Bienenstöcken in ausgewählten Giebeln soll es ebenfalls geben. Vielleicht wird „Jenaer Eichplatz-Höhenhonig“ einmal der Renner beim Pausenimbiss der Jenaer Stadträte?
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