Hat uns die EU in der Krise gerettet?

Jena: Stoyschule | Jackett und Krawatte gehörten zum Dresscode im Esplanade, als die FAZ und die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) zur Veranstaltung "Ist die EU für uns verzichtbar?" geladen hatten. Über 200 Menschen waren der Einladung am Abend des 14. April 2014 gefolgt. Unter ihnen die Schüler der Fachschulklasse FS 13 der Karl-Volkmar-Stoy-Schule Jena, die ihren Sozialkundeunterricht in das Jenaer Hotel verlagert hatten. Im Podium diskutierten Dr. Nikolas Busse, FAZ-Korrespondent in Brüssel, Thomas Bernd Stehling, Leiter des KAS-Büros in Madrid, und Dr. Andre Härtel, FSU-Politikwissenschaftler und politischer Berater des Europarates in Straßburg. Die Podiumsteilnehmer ermöglichten einen Blick aus verschiedenen europäischen Hauptstädten auf Europa. Thomas B. Stehling bemerkte, dass in Deutschland oft in der Vergangenheitsform von der Krise berichtet wird. Dies sei angesichts einer spanischen Jugendarbeitslosigkeit von mehr als 50 Prozent nur bedingt richtig. Das Besondere war, dass das Publikum neben Diskussionsmöglichkeiten auch durch TED-Abstimmungen eingebunden wurde. Je drei Fragen wurden vor und nach der Diskussion gestellt:

1. Hat uns die EU in der Krise gerettet?
2. Haben die EU-Institutionen zu viel Macht?
3. Könnte Deutschland seine Interessen in der Welt ohne die EU verfolgen?

Deutlich wurde, dass die EU-Skeptiker in der Minderheit waren und dass im Laufe des Abends eine Polarisierung erfolgte, denn die Unentschlossenen wurden deutlich weniger. Am Büfett konnte später bei einem Glas Wein oder Saft weiter diskutiert werden. Insgesamt war dies eine gelungene Veranstaltung, die letztendlich die wesentlichen Werte von Frieden und Freiheit ins Bewusstsein des Publikums rief. Die Ausgangsfrage wurde im Übrigen vor und nach der Diskussion von einer relativen Mehrheit von ca. 47 Prozent der Teilnehmer bejaht.
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