Jenaer Rathaustöne: Eichplatz-Fragen und sprechende Straßenbahnen

Wann? 23.05.2012 17:30 Uhr

Wo? Rathaus, Markt 1, 07743 Jena DE
Jena: Rathaus | Fünfzehntausend Jenaer Haushalte werden demnächst Post von ihrer Stadtverwaltung bekommen. Sie sind ausgesucht, sich stellvertretend für die Einwohnerschaft zur künftigen Gestaltung des ehemaligen "Platzes der Kosmonauten" zu äußern. Die im Briefkasten lauernde "Eichplatz-Broschüre" verspricht umfangreiche Informationen und Hintergrunddetails. Als Rücksendung erwartet der Absender eine Antwort auf die Frage, ob der Platz bebaut werden soll (ja/nein) und eine Einschätzung der in der Broschüre vorgestellten aktualisierten Investorenkonzepte: gefällt mir gut, gefällt mir, neutral, gefällt mir weniger gut, gefällt mir gar nicht. Neben den Konzepten der auf Großbauten für Handel und Gewerbe spezialisierten Unternehmen aus Frankfurt am Main und Hamburg soll auch die von der "Eichplatz-Jury" bereits befürwortete Bebauung des derzeitigen Parkareals an der Johannisstraße durch "jenawohnen" beurteilt werden.
Zur Auswertung der Antworten, die auch online möglich sein sollen, heißt es im Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses - Bürgerbefragung oder Bürgerentscheidung? - : "Aufgrund der komplexen und vielschichtigen Sachverhalte bei der Entscheidung des Stadtrates zum Grundstücksverkauf mit Bauverpflichtung sollen die Befragungsergebnisse den Charakter einer Entscheidungshilfe besitzen."

Zu ihrer heutigen Vollversammlung haben Jenas Stadträte zunächst andere Antworten geplant. Unter Anderem geht es um die Wiedereinführung des "Frauennachttaxis" und um einen grundsätzlich differenzierten Verkauf kommunaler Baugrundstücke. Der Rechnungsprüfungsausschuss legt die Jahresrechnung 2010 der Stadt vor und empfiehlt die Entlastung des Oberbürgermeisters.
Laut soll es an Haltestellen des Nahverkehrs werden. Bereits auf Knopfdruck erhältliche akustische Informationen zu Linien-Nummer und Fahrtziel sollen durch Außenlautsprecher an Bussen und Bahnen für alle wartenden Fahrgäste hörbar sein. Wegen dieser automatischen "Lärmbelästigung" ersucht die städtische Nahverkehrsgesellschaft die Stadträte um Fürsprache, die in der Aprilsitzung aus Zeitnot nicht möglich war.
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