Jenapharm schrumpft - 27 Mitarbeiter müssen zum Jahresende gehen

Gemeinsam posieren die beiden künftigen Geschäftspartner Dr. Jochen Ruby, Deutschland-Chef der Berliner Intendis GmbH und Dr. Dieter Taubert, Geschäftsführer der JenaPharm auf dem Dach des JenaPharmfirmensitzes.
Der Jenaer Pharmariese JenaPharm wird künftig zu einer reinen Vertriebsfirma. Das erklärte Dr. Dieter Taubert, Geschäftsführer von JenaPharm, vergangene Woche in einem Pressegespräch.

Das Unternehmen hatte sich zuletzt auf Produktion und Vertrieb der Anti-Baby-Pille spezialisiert. Nachdem die Gewinne jedoch hinter den Erwartungen zurückblieben, legt das zu Bayer gehörende Unternehmen seinen Fokus künftig stärker in den Vertrieb von Produkten der Männergesundheit.
Mit dem eigenen Potenzmittel Levitra will Jenapharm Branchenprimus Viagra vom weltweiten Platz eins verdrängen. Urologen und Hausärzte will JenaPharm künftig mit Arzneimitteln gegen Testoreonmangel, Inkontinenz, Akne, Doppelkinn und Pilzerkrankungen überzeugen. Dazu baut das Unternehmen gemeinsam mit der Berliner Intendis GmbH eine eigene Vertriebsschiene mit 40 Außendienstmitarbeitern auf.

Gleichzeitig bedeutet die neue Erstarkung des Vertriebs aber das Aus für die Produktentwicklung, die nach Berlin ausgelagert wird. Damit verlieren am Standort Jena 27 der aktuell 215 Beschäftigten ihren Arbeitsplatz. Eine Jenaer Tageszeitung hatte fälschlicherweise von 40 Jobstreichungen berichtet. Die betroffenen Mitarbeiter gehen vorerst in eine Transfergesellschaft über. Die frei werdenden Laborräume in der Otto-Schott-Straße wird JenaPharm künftig weitervermieten.

Der Pharmapark Jena, in dem die Firma ihren Sitz hat, beherbergt inzwischen sieben neue Start-Up-Unternehmen mit über 200 Arbeitsplätzen.
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