Kaffee-Gerechtigkeit im Jenaer Stadtrat?

In den Sitzungen der städtischen Gremien soll künftig nur noch Fairtrade-Kaffe getrunken werden. Dazu wollen Bündnisgrüne und SPD den Jenaer Oberbürgermeister in der kommenden Ratstagung am 13. April auffordern. Die Stadt soll sich der im Jahre 2000 gestarteten weltweiten Kampagne „Fairtrade Towns“ anschließen. Derzeit machen sich mehr als 900 Städte in 18 Ländern für den gerechten Handel stark, der den Produzenten bessere Lebensbedingungen ermöglichen soll. Zu den deutschen Mitstreitern gehören u. a. Düsseldorf, Nürnberg, Nordhausen und Hannover.
Damit sich auch Jena um den Titel „Fairtrade Stadt“ bewerben kann, muss zunächst eine „Steuerungsgruppe“ gebildet werden. Vertreter aus den Bereichen Stadtverwaltung, Einzelhandel und Eine-Welt-Bewegung haben dafür zu sorgen, dass Geschäfte und Gaststätten gesiegelte Produkte aus fairem Handel anbieten. Öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Vereine und Kirchen haben solche Produkte zu verwenden und das Anliegen zu propagieren.
Mit der ersten gerechten Pausenversorgung in der Rathausdiele rechnen die grünroten Abgeordneten frühestens im kommenden Jahr. Der ausschließlich im fairen Handel bezogene Kaffee macht`s nämlich nicht allein. Laut Kriterienkatalog ist auch im Imbissangebot mindestens ein gerecht gehandeltes Produkt zu führen.
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