Studierendenrat der FSU konstituiert sich

Vorstand will Wohnungsnot und Gebühren als Themen setzen

Am vergangenem Montag, dem 10. Oktober, hat sich der Studierendenrat (StuRa) der Friedrich-Schiller-Universität Jena zum ersten Mal im Wintersemester 2011 getroffen und sich konstituiert. Neben der Bestätigung der Referatsleitungen und der Einrichtung von Arbeitskreisen hat der StuRa auch einen neuen Vorstand gewählt. Bereits im ersten Wahlgang konnte Christopher Johne die absolute Mehrheit erlangen. Im vierten Wahlgang wurde zusätzlich Johannes Struzek gewählt. „Wir freuen uns über die Wahl und möchten die erfolgreiche Arbeit unserer Amtsvorgänger fortsetzten“, so Johne. „Dabei möchten wir für den Studierendenrat in der aktuellen Legislatur besonders indirekte Studiengebühren und die Wohnraumproblematik thematisieren.“

Die in Jena herrschende Wohnraumknappheit ist dabei ein alt bekanntes Problem, auf das der Studierendenrat in den letzten Legislaturen bereits mit verschiedenen Aktionen wie der Fensterdemo „Überbelegt!“ oder einer symbolischen Grundsteinlegung für ein neues Wohnheim aufmerksam gemacht hat. So wurde jetzt bereits der Bau eines neuen Wohnheimes angefangen. Dabei ist für den StuRa-Vorstand jedoch unverständlich, wie Oberbürgermeister Schröter auf der Grundsteinlegung den Mangel an Wohnraum ein „Luxusproblem“ nennen kann. „Für uns Studierende ist es ein ganz elementarer Unterschied, ob wir eine Wohnung haben oder auf einem Zeltplatz überwintern müssen“, erklärt Struzek. Wie groß dieses Problem tatsächlich sei, zeige die große Beteiligung an den WG-Gründungstreffen des Studierendenrates. „Dabei ist es eine Unverschämtheit, wie wenig Interesse die Wohnungsgenossenschaften an einer Teilnahme an den Treffen haben“, ärgert sich der Student. „Hier muss sich in Jena noch einiges tun. In einem 'Studentenparadies' dürfen die Belange der Studierenden den Verantwortlichen bei Uni, Stadt und Wirtschaft nicht egal sein.“

Im Gegensatz zu diesem Themenfeld hat sich der Studierendenrat in der letzten Legislatur nicht genug mit den an der Universität eingezogenen Gebühren beschäftigt. Hier wurde zwar nach der Wahl der Verwaltungskostenbeitrag von Kultusminister Matschie abgeschafft, nicht aber die vielen anderen Gebühren. Besonders Gebühren für Praktika in manchen naturwissenschaftlichen Fächern sind hier zu kritisieren. „Für manche Studierende fallen auf Grund mehrerer Praktika über 100 Euro Gebühren pro Semester an. Das ist Unsozial und muss sich möglichst schnell ändern“ begründet Johne diese Themensetzung.

Beide neu gewählten Vorstandsmitglieder freuen sich auf ein interessantes Jahr und sind gespannt, wen das Gremium in seiner nächsten Sitzung als drittes in den Vorstand wählt.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige