Wärme aus Thüringen - am besten selbst gestrickt

Babyjäckchen, so wie sie Heike Driesel hier zeigt, oder andere Kleidung für ganz kleine Erdenbürger sammelt der Jenaer Haydom-Verein für ein Krankenhaus in Afrika. Foto: Hausdörfer
Kleidung für Neugeborene gesucht: Jenaer Verein und AA unterstützen Missionskrankenhaus in Tansania

JENA. „Nicht umsonst heißt sie Theresa“, sagt Heike Driesel augenzwinkernd mit Anspielung auf die berühmte Mutter Theresa. Die Rede ist von der Kinderärztin Theresa Harbauer. „Sie zeigt so ein unglaubliches Engagement, wenn es um Hilfe für die Kinder im Missionskrankenhaus von Haydom im tansanischen Hochland geht, dass andere Menschen mitgerissen werden“, erklärt Heike Driesel vom Jenaer Haydom-Verein ihre Aussage genauer.

Die in Bad Langensalza geborene Thüringerin absolviert in Jena ihr Medizinstudium, lernte hier Heike Driesel kennen und es entstand eine Freundschaft, die die Studienzeit längst überdauert hat. Als Assistenzärztin in Wilhelmshaven fuhr Theresa Harbauer in ihrem Urlaub nach Haydom, um in der dortigen Kinderstation zu arbeiten und auszuhelfen. In Wilhelmshaven organisierte sie medizinisch-technische Geräte als Spende für das Krankenhaus. Die Finanzierung des Transports nach Tansania war 2011 für Theresa Harbauer, Heike Driesel und weitere Mitstreiter der Anlass für die Gründung des gemeinnützigen Haydom-Vereins in Jena.

Konsequent führt sie ihren Weg weiter und arbeitet zurzeit für zwei Jahre als Kinderärztin in diesem Krankenhaus, das in einem Umkreis von 200-300 Kilometer unwegsamen Buschlandes für viele Menschen der einzige Anlaufpunkt für die lebensrettende primäre Krankenversorgung ist. Dort fehlt es oft am Nötigsten, nicht nur im medizin-technischen Bereich. So muss in Tansania die Familie die Lebensmittel und Kleidung für die Patienten bereitstellen, was für die arme Bevölkerung nicht immer einfach ist.

Die Idee von Heike Driesel ist es deshalb, dass mit dem nächsten großen Hilfstransport - unter anderem von 10 Kinderrollstühlen – auch Babykleidung dem Missionskrankenhaus zur Verfügung gestellt wird. Jäckchen, Pulloverchen oder Mützchen sind gefragt, die den Neugeborenen Wärme spenden sollen – Wärme aus Thüringen. „Sehr gerne selbst gestrickt“, meint Heike Driesel. Natürlich können die Babysachen auch gebraucht oder neu gekauft sein.

Die Kleiderspenden können ab sofort in der Geschäftsstelle des Allgemeinen Anzeigers zu den Öffnungszeiten abgegeben werden. Ein postalischer Versand ist möglich an den AA Jena, Leutragraben 2-4, 07743 Jena oder direkt an den Verein unter der Adresse Heike Driesel, Merseburger Straße 25, 07743 Jena.


Infos:
www.haydomfriends.de
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2 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 15.02.2013 | 13:25  
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Bernd Hausdörfer aus Jena | 15.02.2013 | 13:59  
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