Bunt, dünn, individuell: Die PC-Kollektion für das Weihnachtsgeschäft

Vaio C von Sony: Schön bunt und für den Alltagsgebrauch. Aber das Touch-Pad ist eigenartig geriffelt. Wenn man mit dem Finger darüberfährt, kribbelt es in der Fingerspitze.
 
Boris Schneider-Johne präsentiert die neuen Geräte in Leipzig.
 
Eins der All-In-One-Geräte: das Acer Aspire Z5801. Das Gerät besitzt hinten einen Antennenanschluss. Man kann damit Fernsehen und hat gleichzeitig alle Funktionen eines modernen Computers.
Der Computer-Tower ist ein Auslaufmodell. Kein einziger wird zu sehen sein auf der aktuellen PC Live-Tour von Microsoft, die am Donnerstag (20.10.2011) in Leipzig startet. „Computer, bei denen die Komponenten nicht selbstständig ausgetauscht werden konnten, waren lange unbeliebt“, sagt Boris Schneider-Johne von Microsoft. „Doch heutzutage sehen die Menschen die Maschinen nicht mehr als Selbstzweck.“ Das stimmt hinsichtlich der Bastelleidenschaft, die manche Freaks gegenüber ihren Computern entwickelt haben – es stimmt nicht hinsichtlich des Lifestyles, der mehr denn je mit so einem Gerät mitverkauft wird.

Der bunte, kleine Alleskönner Sony Vaio C ist auf die Zielgruppe Studenten zugeschnitten. Die Käufer haben die Auswahl zwischen bunten Neonfarben oder einer dezenteren Farbgebung.

Neben- oder hauptberufliche Gamer finden im zielgruppengerecht benannten „Erazer“ von Medion ein Gerät, das die für diese Leidenschaft erforderlichen Grafik- und Performanceanforderungen erfüllt und mit 16 Gigabyte doppelt soviel Arbeitsspeicher vorrätig hält als alle anderen der auf der PC-Tour vorgestellten leistungsstarken Geräte.

Wird der Computer zum Fernseher?
Die Frage, ob der Fernseher zum Computer wird oder der Computer zum Fernseher, ist immer noch nicht abschließend geklärt. Das Acer Aspire Z5801 und das LG V300 sind so genannte All-In-One-Geräte. Der Bildschirm ist sehr groß und die Computerhardware und der Blue-Ray-Player sind im Standfuß versteckt – so sehen die neuen nicht tragbaren Geräte aus. Sie verfügen über einen Touchscreen, haben aber auch eine Funktastatur dabei, mit der sich die Geräte aus einigen Metern Entfernung – theoretisch von der Couch aus - bedienen lassen. Das LG V300 ist 3D-fähig mit einer entsprechenden Brille.

3D ohne Brille
Eine Neuheit bietet der Toshiba Qosmio F750-10L. Der Laptop verfügt über ein 3D-Display, das ohne Brille funktioniert. Noch besser: Während in der einen Ecke auf dem Bildschirm ein 3D-Film zu sehen ist, soll man nebenbei auf dem Rest des Bildschirms in gewohnter Weise in 2D arbeiten können. Leider gab es dazu keine Live-Vorführung. Neben den in dieser Gruppe standardmäßigen Blue-Ray-Abspielgeräten, die auch CDs und DVDs brennen können, besitzt dieses Gerät auch einen Blue-Ray-Brenner.

Leistungsfähige Multimedia-Notebooks
Wer häufig mit professionellen Grafikprogrammen arbeitet, mehrere von diesen gleichzeitig offen hat und mehr als Urlaubsvideos schneiden und bearbeiten will, der kann dies schon seit einigen Jahren mit leistungsstarken Laptops bewältigen, an die je nach Bedarf noch ein zusätzlicher großer Bildschirm angeschlossen wird. Ein aktuelles Modell dieser Art ist, neben dem schon erwähnten Qosmio, der Asus N 55S. Das Notebook ist relativ neutral gehalten und trotzdem stylisch, was Frauen offenbar besonders wichtig ist. Auf Facebook gab es kürzlich eine Diskussion, wo eine Frau Tipps von ihren Freunden haben wollte, welches Gerät für die Videoproduktion wohl zu empfehlen sei: Ein Lenovo kam für sie nicht in Frage, weil er ihr zu hässlich war.

Die Modelle HP-DV 7, Dell XPS14z gehören ebenfalls zu der Gruppe leistungsstarke, Multimedia-PCs. Der Dell zeichnet sich durch einen dünnen Bildschirmrahmen aus, was dieses Gerät viel leichter und die tatsächlich nutzbare Bildschirmfläche größer macht. So etwas kann eine Kaufentscheidung zwischen prinzipiell ähnlichen Geräten erleichtern. Es empfiehlt sich aber immer, die Tastatur auszuprobieren, die Bildschirm-Grafik zu beurteilen und auch auf das Touch-Pad sollte geachtet werden. Bei einigen Modellen der gesamten PC-Kollektion sind die Touch-Pad-Oberflächen nicht wie gewohnt glatt, sondern angeraut, was ein eigenartiges Kribbeln an den Fingerspitzen hinterlässt, das mit Sicherheit nicht jeden erfreut.

Ganz dünn, die Ultra-Books
Schick, dünn und vor allem sehr leicht ist das S3 von Acer, das zu den sogenannten Ultra Books gehört. Es ist tatsächlich dünner als ein dickes Modemagazin, was vor allem an den Batterien liegt. Die neuen Akkus sind klein, versteckt und nur vom Servicedienst auszutauschen. Sie halten aber durchschnittlich 6 bis 8 Stunden, die der teueren Geräte sogar noch länger.
Das Samsung 900X3A darf den Namen Ultra Book nicht tragen, weil dieser nur nach Lizenz vergeben wird – es ist aber eigentlich auch eins und zwar ein sehr bemerkenswertes: Für das Gehäuse wurde Duraluminium verwendet, das auch im Flugzeugbau eingesetzt wird und so robust sein soll, dass Fußbodenfliesen Risse bekommen könnten, sollte dieses Gerät mit den extra gehärteten Kanten auf diesen Fliesen aufschlagen. Das Gerät verfügt über einen sehr hell einstellbaren Bildschirm, der dem widrigsten Sonnenlicht auf der grünen Wiese im Park standhalten soll.

Tablet-PCs
Zur vorgeführten Kollektion gehören zwei Tablet PCs, das MSI WinPad 110W und das Eee-Slate von Asus, wobei letzteres gerne im Profiumfeld eingesetzt wird. PC-Tablets besitzen in der Regel immer einen USB-Anschluss und wenn man zu Hause ohnehin mit Windows arbeitet und mehrere Geräte vernetzen oder über W-LAN gemeinsam einen Internet-Anschluss nutzen will, dann sollte man diese dem iPad vorziehen. Text wird bei den Tablets wahlweise über eine Touchscreen-Tastatur eingeben oder handschriftlich mit einem speziellen Stift. Es geht auch mit dem Finger, aber das hat niemand gelernt und der rutscht auch nicht so gut über die Bildschirmoberfläche. Die Texterkennung der handschriftlichen Eingaben ist erstaunlich gut und das Programm passt sich dem Benutzer nach und nach an, so dass es nach gewisser Zeit auch Schnellgeschriebenes entziffern kann.

Das richtige Gerät finden
Jedes Gerät hat für sich genommen seine Vor- und Nachteile: Es kommt im Wesentlichen darauf an, wofür es genutzt werden soll, was einem persönlich gefällt und was zur eigenen Persönlichkeit passt. Alle Geräte sind erschwinglich, wenn man bedenkt, was ein leistungsfähiger Laptop vor wenigen Jahren noch gekostet hat. Die preiswertesten Geräte sind die Pads, angefangen bei 500 Euro bis zu fast 1000 Euro, gefolgt von den All-In-One-Geräten zwischen 900 und 1400 Euro. Die leistungsfähigen Laptops, die man nur braucht, wenn man anspruchsvolle Grafikprogramme oder Games laufen lässt, fangen bei circa 1000 Euro an und gehen bis knapp 2000 Euro. Ein relativ teures Gerät seiner Klasse ist das Ultra Book von Samsung ab 1600 Euro – dafür ist das Gehäuse unzerstörbar – auch mutwillig nicht – das wurde getestet.

Die neuen Geräte werden auf der PC Live-Tour in der Vorweihnachtszeit vorwiegend in diversen Einkaufcentern deutscher Großstädte zu besichtigen sein. Für Thüringen steht noch kein Termin fest und es ist auch nicht sicher, ob die Tour hier überhaupt halt macht.

Alle Geräte der Tour sind hier noch einmal zu finden mit Links zu Testberichten: http://www.microsoft.com/de-de/windows/default.asp...
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9 Kommentare
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Eberhard :Dürselen aus Weimar | 21.10.2011 | 15:44  
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Regina Pfeiler (aus Gera) aus Gera | 22.10.2011 | 09:34  
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Antje Hellmann aus Jena | 23.10.2011 | 13:25  
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Hannelore Grünler aus Artern | 25.10.2011 | 06:43  
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Antje Hellmann aus Jena | 25.10.2011 | 10:36  
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Hannelore Grünler aus Artern | 25.10.2011 | 13:32  
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Heidrun Fischer aus Nordhausen | 25.10.2011 | 14:47  
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Hannelore Grünler aus Artern | 25.10.2011 | 19:29  
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Antje Hellmann aus Jena | 25.10.2011 | 21:25  
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