Gibt es einen Schutz vor Belästigungen auf meinAnzeiger.de?

In der dreijährigen Geschichte von meinAnzeiger.de sind den Moderatoren einige, aber insgesamt wenige Fälle bekannt geworden, in denen Bürgerreporter sich gemeldet hatten, weil sie sich durch andere Bürgerreporter belästigt fühlten. Das mag daran liegen, dass hier jeder mit seinem Namen für das, was er schreibt und wie er sich anderen gegenüber äußert, gerade stehen muss. Es kann aber auch sein, dass neu hinzugekommenen Bürgerreporter nicht wissen, welche Möglichkeiten sie haben, wenn sie sich belästigt fühlen. Möglich, dass es Fälle gibt, von denen wir bisher nichts wissen.

Was ist eine Belästigung?

Was ist überhaupt unter Belästigung zu verstehen? In den Allgemeinen Geschäftsbestimmungen (AGB) von meinAnzeiger.de taucht das Wort nicht auf. Laut den AGB dürfen Bürgerreporter nicht die Persönlichkeitsrechte anderer Bürgerreporter verletzten – was nicht nur hier auf meinAnzeiger.de sondern auch sonst im Leben eine Straftat wäre. Persönlichkeitsrechte schützen in vielfältiger Form vor den Zugriffen anderer. Ehrverletzende Äußerungen, Verletzungen der Privatsphäre, Stalking sind wohl die bekanntesten Formen, die auch immer mal wieder in der Presse diskutiert werden. Belästigungen kennt man vor allem im Zusammenhang mit Vertretern und Verkäufern, die einem etwas aufschwatzen wollen. Diese Form lässt sich theoretisch bei meinAnzeiger.de nicht ausschließen, hat aber nach unserer Wahrnehmung bisher keine Rolle gespielt. Die Bürgerreporter können auf zwei Wegen über meinAnzeiger.de miteinander in Kontakt treten und sich folglich über diese beiden Wege belästigen: Über Privatnachrichten (PNs) und über Kommentare bzw. Inhalte, die in direkten namentlichen Bezug auf andere geschrieben und veröffentlicht wurden.

Belästigung durch Privatnachrichten

Das ist auf meinAnzeiger.de die häufigste Belästigungsform, über die uns berichtet wurde. Jemand fordert einen BR auf, etwas zu tun oder zu unterlassen und der Angeschriebene fühlt sich belästigt. Oder grundsätzlicher: Jemand nimmt regelmäßig zu einem BR Kontakt auf, obwohl dieser geäußert hat, dass er das nicht möchte. Das Schwierige an der Belästigung ist, dass ihre Wahrnehmung subjektiv ist. Was der eine als gut gemeinte Kritik- oder harmlose Kontaktaufnahme ansieht, geht dem anderen schon zu weit. In solchen Fällen ist es hilfreich, die Moderatoren (ich biete mich hier ausdrücklich an) um Hilfe zu bitten. Grundsätzlich sind wir der Ansicht, dass niemand eine Kontaktaufnahme bzw. ein Anschreiben weiter tolerieren muss, wenn er sich dagegen ausgesprochen hat. Es ist nicht unsere Aufgabe, darüber zu urteilen, ob derjenige, der sich belästigt fühlt, dies zu recht oder zu unrecht fühlt. Im Sinne eines gegenseitigen Miteinanderauskommens auf dieser Plattform gibt es Fälle, wo man ein sich gegenseitiges Aus-dem-Weg-gehen durchsetzen muss. Wir würden also in so einem Falle den Anschreiber darauf verpflichten, auf weitere Anschreiben zu verzichten und ihn anderenfalls auf Konsequenzen (Sperre, Profillöschung) hinweisen – und das im Ernstfall auch umsetzen. Bei so einer Regelung versteht es sich allerdings von selber, dass sie gegenseitig sein muss. Auch derjenige, der sich belästigt fühlt, muss nach so einer Regelung Abstand halten und kann nicht seinerseits Privatnachrichten an den „Belästiger“ schreiben, die dieser dann nicht mehr beantworten dürfte.

Belästigung durch öffentliche Inhalte, insbesondere Kommentare

Hin- und wieder fühlen sich BRs durch Kommentare anderer BRs belästigt. Sofern sich in den Kommentaren eine ehrverletzende Äußerung feststellen lässt bzw. eine Persönlichkeitsverletzung, die eindeutig jemandem namentlich zugeordnet werden kann, ist die Sache eindeutig und das Verhalten würde sofort von uns sanktioniert. Anders ist es, wenn sich jemand nur durch die Art und Weise belästigt fühlt, in der jemand denkt, schreibt und sich äußert und gibt. Sofern diese Art nicht mit den AGBs kollidiert, beispielsweise es neben den schon genannten Tatbeständen zu keinen extremistischen, volksverhetzenden, unsachlichen und unwahren Äußerungen (das trifft auch auf nicht beweisbare Behauptungen zu) kommt, unternehmen wir hier nichts. Die freie Meinungsäußerung muss gewährleistet sein und wir wollen, dass sich auf dieser Plattform unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Lebensansichten, Einstellungen und Erfahrungen treffen und austauschen. Konflikte sind da nicht auszuschließen. Andere Ansichten sind nach unserer Ansicht zu tolerieren, so lange niemand in unlauterer Form persönlich dadurch angegriffen und verletzt wird.
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10 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 04.02.2014 | 17:29  
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Joachim Kerst aus Erfurt | 04.02.2014 | 18:41  
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Renate Jung aus Erfurt | 04.02.2014 | 19:17  
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Gabriele Wetzel aus Zeulenroda-Triebes | 05.02.2014 | 10:09  
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Gunter Linke aus Saalfeld | 05.02.2014 | 17:23  
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Silke Dokter aus Erfurt | 06.02.2014 | 22:03  
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Antje Hellmann aus Jena | 06.02.2014 | 23:41  
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Antje Hellmann aus Jena | 07.02.2014 | 14:37  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 08.02.2014 | 19:29  
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