Intelligent Staubsaugen lassen: Der iRobot Roomba im Test

I, Robot heißt ein Film mit Will Smith, bei dem ein Roboter sein Ich entdeckt. Bei dem iRobot Roomba Vacuum Cleaning Robot dagegen hofft man, dass das genau nicht passiert, sondern er wie vorgesehen, den Fußboden automatisch sauber saugt. Wenn die schwarz-graue Scheibe, circa 30 Zentimeter im Durchmesser und circa sechs Zentimeter hoch, ohne Kabel und Fernsteuerung durch die Wohnung fährt, kommt anfangs schnell der Gedanke auf, hier handele es sich mehr um einen neuen Mitbewohner, ein Haustier, als um ein Haushaltsgerät. Verstärkt wird dieser Eindruck, wenn der Roomba es nach einstündiger Saugaktion alleine an sein Ladegerät geschafft hat und die in der Mitte befindliche Einschalttaste von Grün in einen warmen Orangeton wechselt, im Rhythmus eines Herzschlages auf- und ableuchtend. Jetzt lädt der Aku auf.

Wozu ein automatischer Staubsauer? Das fragten sich viele kürzlich auch beim Geschirrspüler. Nun, beide erledigen Arbeit, während der Besitzer seine Zeit für andere Dinge nutzen kann. Die Frage ist nur, wie gut macht das Ding die Arbeit? Das führt dazu, dass der Roomba seine ersten Einsätze kaum unbeobachtet absolvieren kann.

Ganz offensichtlich daliegende Krümel ignoriert er scheinbar, denn für Roomba sind sie nur ertastbar, wenn er sich unmittelbar neben oder über ihnen befindet. Dann leuchtet die blaue Schmutzdetektorleuchte und der iRobot dreht eine extra Runde. Ansonsten bewegt er sich nach Plan durch die Wohnung. Er kennt drei Reinigungsmodi und entscheidet selbst, welchen er einsetzt: Gerade an den Wänden entlang, zickzack-förmig durch den Raum oder spiralförmig. Beim Reinigen berechnet er die Größe des Raumes, passt die Zeit entsprechend an und erwischt irgendwann alle Krümel, soweit er an sie herankommt.

Um Hindernisse fährt er mit Hilfe eines Infrarotsensors herum. Seine Größe erlaubt es ihm, zwischen Tisch- und Stuhlbeinen ein ordentliches Reinigungsergebnis zu erzielen, erst recht unter dem Bett, wo konventionelle Staubsauger meist gar nicht hingelangen. Treppenabgänge und ähnliche Abgründe meidet er. Wer sicher gehen will, kann den Roomba mit sogenannten Virtuell Walls, die Stoppsignale aussenden, daran hindern, bestimmte Abschnitte oder Räume zu befahren.

Mit Kabeln, die lose am Fußboden liegen, hat der iRobot meist kein Problem. Er stoppt er die Haupt – oder Seitenbürsten und versucht frei zu kommen. Gelingt das nicht, stellt er sich ab.

Der Roomba funktioniert auf Holzböden, Teppichen, Fliesen, Vinyl und Linoleum. Er passt sich automatisch unterschiedlichen Bodenbelägen an.
Gewöhnungsbedürftig ist die Wartung: Statt eines Filterbeutels hat der Roomba einen herausziehbaren Schacht, in dessen Vorhof sich der gröbere Schmutz sammelt und hinter dem Filter der Feinstaub. Nach einer großen Saugaktion durch vier Räume ist eine Leerung dieses Schachts kaum vermeidbar. Die zwei Hauptbürsten des Roomba sind dann meist mit Haaren und Fäden verwickelt. Sie müssen herausgenommen und mit dem beiliegenden Enthaarungskamm gesäubert werden. Auch die Räder und die kleine seitliche Bürste sind in ständiger Gefahr, von Haaren umwickelt zu werden. Mit etwas Übung ist der Roomba nach fünf Minuten wieder einsatzbereit. Nur leider klackert er hin- und wieder und meldet per Audio in mehreren Sprachen, dass die Bürsten gereinigt werden sollen, obwohl das doch gerade geschehen ist. Ein Haar an der falschen Stelle kann ihn komplett lahm legen. Positiv: Der Kundendienst kennt alle Stellen, ist leicht erreichbar und setzt bisher keine Telefonroboter ein, so dass Probleme schnell vermittelt und beantwortet werden können.

Nach zwei Monaten im Test ist der Roomba einsatzfähig wie am ersten Tag. Für dauerhaft gleichbleibende Leistungsfähigkeit wird empfohlen, Filter und Bürsten in gewissen Abständen auszutauschen. Hier wurde das Model 555 getestet.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
13 Kommentare
3.977
Thomas Twarog aus Erfurt | 01.03.2011 | 18:25  
128
Steffi Voigt aus Saalfeld | 01.03.2011 | 18:26  
1.851
Manuela Deutschland aus Sömmerda | 01.03.2011 | 18:29  
3.050
Antje Hellmann aus Jena | 01.03.2011 | 18:30  
3.977
Thomas Twarog aus Erfurt | 01.03.2011 | 18:32  
1.851
Manuela Deutschland aus Sömmerda | 01.03.2011 | 18:37  
3.004
Gerald Kohl aus Erfurt | 01.03.2011 | 18:56  
3.050
Antje Hellmann aus Jena | 01.03.2011 | 19:02  
1.851
Manuela Deutschland aus Sömmerda | 01.03.2011 | 19:10  
9.688
Hannelore Grünler aus Artern | 01.03.2011 | 21:09  
61
Dipl.-Ing. Karl-Heinz Kraass aus Weimar | 01.03.2011 | 22:32  
Helke Floeckner aus Erfurt | 03.03.2011 | 13:23  
549
Peer Floeckner aus Erfurt | 07.03.2011 | 16:12  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige