"Kinder schmieden Ideen" - Tagesklinik der Kinderrpsychiatrie eröffnet

Klinikdirektor Prof. Bernhard Blanz und Künstler Robert Krainhöfner nach der feierlichen Einweihung vor der Kugelskulptur am Steiger. Fotos: Hausdörfer
Jena. Mit der Eröffnung einer zweiten Tagesklinik der Kinderpsychiatrie mit dem Namen „Zauberzwerge“ am Steiger 6 in der letzten Woche hat das Universitätsklinikum Jena sein Angebot in der Therapie von Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten und Entwicklungsstörungen weiter verbessert. Ergänzend zur ersten Tagesklinik nehmen die „Zauberzwerge“, in die das Uni-Klinikum gut eine Million Euro investierte, jetzt auch Patienten im Kindergartenalter und Schüler der ersten und zweiten Klasse auf. Für beide Kliniken stehen interdisziplinäre Teams aus Medizinern, Psychologen, Sonderpädagogen, Ergo- und Mototherapeuten sowie Pädagogen für den Unterricht in der Klinik zur Verfügung. „In der Tagesklinik können wir das gesamte Therapiespektrum anbieten, ohne die für den Behandlungserfolg so wichtige Einbindung der Kinder in ihre Familien aufgeben zu müssen“, betont Klinikdirektor Prof. Bernhard Blanz die Vorteile der Einrichtung. Die meisten der kleinen Patienten mit einer durchschnittlichen Behandlungsdauer von 8 bis 10 Wochen sind unruhige Kinder mit dem ADHS-Syndrom, aber auch Kinder mit Entwicklungsrückständen, Depressionen bzw. Angst- und Belastungsstörungen.

Anlässlich der Eröffnung der Tagesklinik fand auch die offizielle Einweihung eines neuen Wahrzeichens der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie statt. Dabei handelt es sich um eine drei Meter hohe Kugelskulptur mit rund 160 Tierfiguren, die von der Humboldtstraße aus gut sichtbar im Garten der Klinik aufgestellt wurde. Sie ist das Werk von insgesamt 100 Schülern im Alter von 6 bis 16 Jahren aus Jena und Weimar, darunter Patienten der Tagesklinik. Im Rahmen des Workshops „Kinder schmieden Ideen“ fertigten sie in der Pelzer-Werkstatt des Stadtmuseums unter Anleitung des Jenaer Künstlers Robert Krainhöfner aus Bewehrungsstahl stilisierte Formen ihrer Lieblingstiere. Mit Unterstützung von Auszubildenden des Internationalen Bundes wurden die Tierfiguren mit Längsstreben und Zwischenverbindungen zu der überdimensionalen Kugel geformt, die Projektkoordination erfolgte durch die „Aktion Wandlungswelten“. Die Skulptur soll, so Prof. Blanz, künftig auch das Logo der Klinik bilden.
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