Wie mir ein Foto einen Strafzettel ersparte

Jena: Ernst-Haeckel-Platz 1 | Heute Mittag klingelten Mitarbeiter vom Ordnungsamt bei mir am Ernst-Haeckel-Platz in Jena, um mir mitzuteilen, dass mein Auto einen Umzug behindere. Man wollte Schlimmeres verhindern. Wenn ich nicht dagewesen wäre, hätte ein Abschleppwagen mein Auto entfernt. Ich wusste, dass mein Auto mit dem Heck die letzten 30 Zentimeter in der ausgeschilderten Umzugszone stand und wollte mich gerade über die Kleinlichkeit ärgern. Da stellte ich erstaunt fest, dass nun die vorderen zwei Drittel meines Autos im Umzugshalteverbot standen. Das Schild "Halteverbot Anfang" stand jetzt da, wo gestern noch "Halteverbot Ende" stand. Das Ende war indes weiter die Straße hinaufgerückt und ließ noch vier weitere Autos eine Ordnungswidrigkeit begehen.

Dass mit den Schildern etwas nicht stimmen konnte, dachte ich mir schon vor einigen Tagen, als sie aufgestellt wurden. Die beliebtesten Parkplätze direkt vor dem Haus sind seit einigen Monaten tabu, weil ein anderes Schild das Halten untersagt. Angeblich haben sich Rettungskräfte von der Feuerwehr beschwert, sie könnten mit ihren Fahrzeugen nicht in den Forstweg einbiegen, wenn dort im Kreuzungsbereich die Autos ständen. 20 Metern stehen diesen Fahrzeugen jetzt - im Kreuzungsbereich kann man da eigentlich nicht mehr sagen - zur Verfügung. Wenn das die verkehrstechnischen Voraussetzungen für Rettungsaktionen sind, sieht es einige Meter weiter oben in der Grete-Unrein-Straße, der Kochstraße und dem Friedensberg düster aus, selbst noch wenn man dort alle Fahrzeuge verbannen würde.

Dass man auf dieser 20 Meter langen Strecke in dieser breiten Straße, die zudem noch mit breiten Fußgängerwegen ausgestattet ist, nicht mehr parken noch halten darf, war vielen Anwohner nicht einleuchtend wie offensichtlich auch dem Umzugsunternehmen. Das hatte seine Umzugsschilder genau in dieser Verbotszone positioniert - dem Wunschparkplatz direkt vorm Haus entsprechend. Weil das zu der aberwitzigen Situation geführt hatte, dass ein zeitlich eingeschränktes Halteverbot in einer Halteverbotszone eingeführt wurde, hatte ich den Schilderwald fotografiert. Die Wirksamkeit der Schilder war somit bewiesenermaßen unwirksam. Und das Umzugsunternehmen muss jetzt wohl mit den kostenintensiven Folgen rechnen.
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6 Kommentare
Thomas Gräser aus Erfurt | 06.06.2013 | 15:53  
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Eberhard :Dürselen aus Weimar | 06.06.2013 | 17:44  
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D D aus Jena | 07.06.2013 | 11:24  
5.678
Gunter Linke aus Saalfeld | 07.06.2013 | 18:01  
7.108
Gabriele Wetzel aus Zeulenroda-Triebes | 07.06.2013 | 21:39  
9.688
Hannelore Grünler aus Artern | 08.06.2013 | 07:02  
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