3. Obstwein-Marathon

  Spende für den Glockenturm
Thüringische Landeszeitung 1. Mai 2013
Trotz schlechten Wetters kann man den 3. Obstwein-Marathon im Reinstädter Grund als Erfolg verbuchen. Mit insgesamt knapp 40 Läuferinnen und Läufern gab es einen neuen Teilnehmerrekord. Dies ist allerdings der Neuaufnahme einer 28 Kilometer langen Strecke als „Rennsteig-Testlauf“ zu verdanken. Insgesamt hatten sich eigentlich fast 50 Aktive gemeldet. Das schlechte Wetter und ein paar Erkrankungen sorgten dann dafür, dass diese Zahl nicht ganz erreicht wurde. Da der Dauerregen kurz nach dem Start etwas geringer wurde und zeitweilig sogar aufhörte, war das Wetter für die Läufer noch ganz erträglich. Da hatten es die Verpflegungsposten um Alexander PiIling vom Verein „Grund Genug“ und Gunda Kremer vom USV Jena fast schwerer, da sie teilweise mehr als eine Stunde an den einzelnen Versorgungposten in der Kälte ausharren mussten. Wie beim Obstwein-Marathon jetzt schon Tradition, wurde in Gruppe gelaufen und unterwegs richteten sich alle nach dem langsamsten Teilnehmer. Kurze Zwischenstopps mit Erläuterungen zur Landschaft und Geschichte der Region sorgte dafür, dass es fast keine Ausfälle gab. Für die „kurze Strecke“ waren die erfahrenen Ultra-Marathonläuferin Doreen Ullrich mit ihrem Freund Ronny Weiß vom USV Jena e. V. dafür zuständig, dass die richtige Strecke gefunden wurde und Niemand verloren ging. Am Ende unterboten die 28 Kilometer – Läufer sogar die geplante Zeit, was allerdings auch darauf zurückzuführen war, dass die sehr anspruchsvolle Strecke (694 Höhenmeter) nach Meinung einiger Messungen der Teilnehmer nicht ganz 28 Kilometer lang war. Daraufhin bot Doreen sofort an, dass man die fehlenden zwei Kilometer dranhängen könne, was die Mehrzahl der Gruppe auch wahrnahm. Eine gründliche Auswertung nach dem Lauf ergab dann allerdings, dass man nun 29,3 Kilometer gelaufen war, was aber im Sinne der Vorbereitung auf die Marathon-Strecke des GutsMuths-Rennsteiglaufs sicher nicht schädlich ist.
Über die gelaufene Zeit und die ganz genaue Streckenlänge machten sich die Marathon-Läufer keine Gedanken. Die Idee ist bei dieser Strecke außer dem Absolvieren der 42, 195 Meter vor allem das Kennenlernen der Region mit ihren vielen landschaftlichen Reizen und kulturellen und historischen Besonderheiten. Dazu gehörte beim diesjährigen Lauf u. a. der Besuch des Ateliers der Künstlerfamilie Bach in Plinz, der alten romanischen Kirche in Zwabitz, der Besichtigung des über 1000 Jahre alten Ortes Eichenberg, die Geschichte des Forstortes Spaal und vieler anderer Sehenswürdigkeiten. Da die Veranstalter von den Vereinen „Grund Genug“ und USV Jena Wert auf Nachhaltigkeit des Laufes legen, wurden an den sieben Verpflegungsstationen außer den namensgebenden Obstweinen auch regionale Produkte vom Schafs- und Ziegenkäse über die Wurst und den Honig bis hin zum Thüringer Kuchen angeboten. Dies führte immer wieder zu spontanem Lob der Akteure, die aus ganz Deutschland kamen. Vom Marathonsammler Hans-Joachim Meyer aus Hamburg, der bisher über 1400 Marathonläufe sammelte und dem noch der „Obstwein-Marathon“ fehlte, über Wolfgang Nadler, der zu den sechs Traditionsrennsteigläufern gehört, die 38 Mal in Folge den langen Rennsteiglauf absolvierten, bis hin zu den Schwestern Diana und Sigrid, die ihren ersten Marathon überhaupt absolvierten, war ein breites Leistungsspektrum unter den Aktiven. Der Übungsleiter Maximilian Winkler vom USV Jena, der sein Debut als „Vorläufer“ gab, konnte alle sicher über die anspruchsvolle Strecke führen. Im Ziel gab es dann nicht nur ein Gruppenfoto, Urkunden für alle sondern auch Kaffee und Thüringer Kuchen.
Der Obstwein-Marathon hat inzwischen sogar schon Eingang in die Literatur gefunden. Im Musiktheater „Im Grunde reich“, dessen nächste Aufführung als große Open-Air Veranstaltung zu den Landefestspielen (http://landfestspiele.de/) vom 6. – 8. September 2013 erfolgt, kommt der Obstwein-Marathon in einer Szene vor.
Als kleines Dankeschön für die Nutzung der Infrastruktur um die Reinstädter-Kemenate spenden die Obstwein-Marathonis in diesem Jahr 100,- € für die Kirchturmsanierung.

Dr. H. Kremer
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