4. Gesamtdeutscher Rennsteiglauf am 4. Oktober 2014

      Ausschreibung 4. Gesamtdeutscher Rennsteiglauf 2014

4. Gesamtdeutscher Rennsteiglauf 2014

Veranstalter: Gemeinde Blankenstein
Ausrichter: Sport- und Freizeitteam Blankenstein in Zusammenarbeit mit GutsMuths-Rennsteiglaufverein e. V.
Ansprechpartner: Dr. Hans-Georg Kremer
Termin: 4. Oktober 2014
Start: 9.30 Uhr Schützenhaus Steinbach a. W.
Strecke: 30 Kilometer-Gruppenwalking oder Nordic-Walking
Ziel: Silbitzbrücke in Blankenstein
Strecke: Originalrennsteig
Verpflegungspunkte in Brennersgrün und Rodacherbrunn. Getränkestelle: Schlegel.
Startgeld: 15,00 €
Kreissparkasse Saale-Orla
Kontoinhaber: Gemeinde Blankenstein
BIC: HELADEF1SOK
IBAN: DE94 8305 0505 0000 0011 98
Anmeldung:

über Frau Heidi Hoehn
Verwaltungsgemeinschaft Saale-Rennsteig
Rennsteig 2
07366 Blankenstein
auf Meldekarte der 30 Kilometer-Wanderung bis 30.9. (Eingang der Einzahlung).
Anfrage über Email: h.hoehn@vg-saale-rennsteig.de

Zusätzliche Meldung namentlich formlos bis 31. August an
Dr. H. Kremer
USV Jena e. V.
Oberaue 1
07745 Jena
am besten als Email: hans-georg.kremer@uni-jena.de

Ablauf 30 Kilometer-Walking:

Anreise bis 8.15 Uhr in Blankenstein/Parkplatz am Rennsteig. (Klein)-Bustransport zum Start nach Steinbach a. W. vom Veranstalter. Gemeinsamer Start mit den Wanderern. Wir treffen uns am Ende des Teilnehmerfeldes und werden dann wie bei den ersten drei „Gesamtdeutschen Rennsteigläufen“ die gesamte Strecke zusammen absolvieren. Mit Pausen rechne ich ca. sieben Stunden. Der/die Langsamste bestimmen das Tempo. Im Ziel ist eine persönliche Urkunde geplant, für alle die sich ordnungsgemäß angemeldet haben. Die Erstellung eines Erinnerungsshirts wird noch geprüft. Bitte bei formloser Anmeldung an mich Wunsch mit angeben.



50 Kilometer-Lauf

Zusätzlich gibt es einen 50 Kilometerlauf, der den Vorläufern aus den Jahren 1990, 2000 und 2010 entspricht. Lediglich die Laufrichtung wird geändert. Start ist diesmal vor der GutsMuths-Sporthalle in Neuhaus und Ziel ist an der Silbitzbrücke in Blankenstein.

Die Leitung der Laufgruppe wird übernommen von Peter Ulrich (Gera), der einzige, der damit seit 1990 immer auf der gesamten Strecke Teilnehmer war und Jens Panse (langjähriger Rennsteigläufer und Präsidiumsmitglied des GutsMuths-Rennsteiglaufvereins).

Ab Steinbach am Walde soll die Organisation der „30 km Wanderung“ genutzt werden. Dazu ist es nötig, dass um 7.00 Uhr in Neuhaus gestartet wird.

Bei Spechtsbrunn „Kalte Küche“ gibt es eine Verpflegungsstelle, die von Falk Wick (TSV Tettau und Rennsteiglaufvereinspräsidium) gesichert wird.

Eine weitere Verpflegungsstelle gibt es am Schützenhaus in Steinbach a. W. vom Veranstalter. Danach werden die Versorgungspunkte der Wanderung genutzt. Ab dem Punkt wo die Walkinggruppe eingeholt wird, kann mit dieser gemeinsam zum Ziel gewalkt werden. Wem das zu langsam ist, der kann auch vorlaufen.

Vom Ziel gibt es einen organisierten Rücktransport bis Steinbach am Walde mit Bus (Kleinbus). Der Anschluss bis Neuhaus wird von Falk Wick und Jens Panse koordiniert.

Als Zusatzkosten für die Verpflegungsstelle „Kalte Küche“ wird jeder um eine Barspende für ein soziales Projekt, welches Falck Wick (TSV Tettau) unterstützt, gebeten. Das Geld wird am Start in Neuhaus eingesammelt.


Anschlussveranstaltung

Am 5. Oktober findet im Raum Neuhaus/Masserberg der 24. Rennsteigherbstlauf des GutsMuths-Rennsteiglaufvereins statt. Es gibt zwei Strecken 10 und 20 Kilometer. Anmeldungen über:

http://www.rennsteig-herbstlauf.de/


Dr. Hans-Georg Kremer



Die Geschichte dazu

Bis zum Fall der Mauer im Herbst 1989 war der offiziell begehbare Rennsteig in der DDR etwas über 110 Kilometer. Er reichte von kurz vor dem Vachaer oder Förthaer Stein bei Eisenach bis zum Kriegerdenkmal des Rennsteigvereins bei Ernstthal. Die restlichen Passagen führten durch die Sperrzone bzw. das Grenzgebiet zur BRD oder durch die BRD selber. Am 28. April 1990 erfolgte die offizielle Grenzöffnung am Rennsteig und seitdem war er in seiner gesamten Länge von 168,3 Kilometer wieder begehbar. Bereits vorher hatte es auf Teilstücken Übergangsmöglichkeiten gegeben. Wanderfreunden des in Gründung befindlichen Frankenwaldvereins aus der DDR hatten mit Genehmigung der Behörden auf beiden Seiten am 8. März 1989 eine geführte Wanderung auf Teilen des östlichen Rennsteigs organisiert. Von den Organisatoren des Rennsteiglaufs nahmen an dieser Wanderung Rolf Becker, Volker Kittel Gunda und Hans-Georg Kremer teil. Dabei entstand die Idee am Vorabend des 18. GutsMuths-Rennsteiglaufs einen Gruppenlauf über diesen Teil des Rennsteigs von Blankenstein bis Neuhaus am Rennweg zu organisieren. Als Bereichsleiter für Öffentlichkeitsarbeit ( zu DDR-zeiten Agitation und Propaganda) des Rennsteiglaufs hatte Hans-Georg Kremer die Organisation übernommen. Seine Laufgruppe von der BSG Wismut Gera engagierten sich dabei sehr stark. Besonders sein Nachfolger als Verantwortlicher für Freizeit und Erholungssport bei der BSG Wismut, Dr. Martin Nimptsch, legte sich dabei mächtig ins Zeug. Dazu kamen noch die Organisatoren des Rennsteiglaufs um Volker Kittel, die trotz der Vorbereitung auf den 18. Lauf, der unter schwierigsten politischen Verhältnissen organisiert werden musste, die Zeit und Ideen und auch Kontakte zu Sponsoren usw. in die Vorbereitung eines Laufs über die ehemalige Grenze investierten. Sie sahen dies als wichtige Aufgabe an, um den ganzen Rennsteig in ihre Organisation einzubinden. Dazu kam, dass sie mit der Idee auch in der „westdeutschen Laufszene“ auf die Alleinstellungsmerkmale des Rennsteiglaufs aufmerksam machen und in einer politisch bewegten Zeit die Medien auf den Rennsteiglauf als Träger gesamtdeutscher Ideen profilieren konnten.

Der I. Gesamtdeutsche Rennsteiglauf erfolgte dann am 18. Mai 1990, früh auf bayrischer Seite an der damals nicht mehr existierenden Brücke über die Silbitz. Insgesamt sechs Mal wurden die zum Teil noch vollständig erhaltenen Grenzanlagen passiert. Teilnehmer dieses ca. 55 km langen Laufes, der gemeinsam absolviert wurde, sind: Friedhelm Gebhardt (Jena), Matthias Greifenhagen (Schlettau), Antje und Klaus Grimm (Unterlemmnitz), Christian Homagk (Finsterwalde), Peter Jeziorski (Gera), Heike Keil (Weimar), Heinz Kieshauer, Werner Kolmschlag, Dr. Hans-Georg Kremer, Jochen Kraft, Andreas Kupke (alle Gera), Peter Kästner (Staupitz), Eberhardt Minzenmay (Ludwigshafen), Dr. Martin Nimptsch (Gera), Herbert Polaschek (Frankfurt/M), Gerhard Quick (Stammbach), Gerhard Rötzschke (Jena), Dieter Schädlich (Annaberg), Peter Schneider, Jürgen Trenkler, Peter Ullrich (alle Gera) und Rainer Walter (Gräfenthal). Über die Hochschulsportgemeinschaft Uni Jena konnte ein Wissenschaftlerteam um den Sportmediziner Prof. Dr. Jochen Scheibe gewonnen werden, den Lauf über die gesamte Zeit betreute. Die Werbeagentur macona aus Frankfurt/Main hatten über Sponsoren Bananen, Getränke und medizinisches Verbrauchsmaterial, von der Einreibeemulsion bis zum Pflaster, besorgt. Rennsteiglauforganisatoren in Neuhaus um Dieter Greiner organisierten einen medienwirksamen Empfang. Der Hofer Ausdauerläufer Hubert Becker hatte über den Sporthändler Hopf für einheitliche Erinnerungs- T-Shirts gesorgt. Als besonderes Souvenir erhielten die Teilnehmer im Ziel ein Stück Originalstacheldraht der ehemaligen Grenzanlagen in Form eines R. Fast alle Teilnehmer starteten am nächsten Tag auf einer der beiden Rennsteiglaufstrecken (45 und 65 Kilometer).

Am 29. April 2000 organisierte der USV Jena e. V. als Nachfolgeverein der HSG Uni Jena einen Lauf von Blankenstein nach Neuhaus, der als II. Gesamtdeutscher-Rennsteiglauf in die Geschichte eingegangen ist. Mit ihm sollte daran erinnert werden, dass 1990 kurz nach der offiziellen Öffnung der Grenzen am Rennsteig der 1. Gesamtdeutsche Rennsteiglauf mit 21 Teilnehmern stattgefunden hatte. Von den 1990 damaligen Teilnehmern waren Gerhard Rötzschke, Jürgen Trenkler, Mathias Greifenhagen und Hans-Georg Kremer wieder mit dabei. Der Termin wurde auf Bitten des GutsMuths-Rennsteiglaufvereins nicht auf das Rennsteiglauf-Wochenende gelegt, um keine Teilnehmer der Ultra-Marathonszene vom Rennsteiglauf abzuwerben. Wie seine Vorgänger wurde der Lauf als Freundschaftslauf organisiert, das heißt, dass alle Teilnehmer die gesamte Zeit zusammenliefen. 36 Läuferinnen und Läufer erreichten das Ziel in Neuhaus.

2010 erfolgte die dritte Auflage dieses Laufs.
Insgesamt 24 Läuferinnen und Läufer kamen zur dritten Auflage 2010, darunter Matthias Greifenhagen aus Schlettau (der aber wegen einer Verletzung teilweise mit dem Rad fuhr), Peter Ullrich aus Gera und Dr. Hans-Georg Kremer aus Jena, drei, die schon bei den Vorgängerläufen ins Ziel kamen. Nicht entgehen ließ sich der Präsident des Rennsteiglaufsvereins, Jürgen Lange, mit seiner Frau die Teilnahmemöglichkeit. Wie schon bei der zweiten Auflage unterstützen Organisatoren in Blankenstein und an der Strecke das Projekt. In Rodacherbrunn die Familie Schwarz, Ursel Wildgrube und ihre Helferinnen in Brennersgrün und Falk Wick vom TSV Tettau auf dem bayrischen Teil des Rennsteigs. Der Rennsteiglaufverein beteiligte sich mit der Bereitstellung eines Fahrzeugs.

Als Stamm-Organisations- und Betreuungsteam, welches an allen Verpflegungspunkten für eine gute Versorgung verantwortlich war, waren bei den ersten drei Läufen immer Gunda Kremer und Maik Masuhr im Einsatz. Außer einer Teilnehmermedaille oder Urkunden gab es ein Erinnerungs-Funktionsshirt für alle.

2014 ist nun die vierte Auflage geplant. Bedingt durch die Tatsache, dass er nur noch „walken“ kann, gab der Hauptinitiator des Projekts, Dr. Hans-Georg Kremer die Idee an die Rennsteiglauforganisatoren ab. Damit hat Kremer, der seit dem 40. Rennsteiglauf auch wieder ordentliches Vereinsmitglied ist, diesen wichtigen Lauf im Sinne der Traditionspflege, an die Rennsteiglauforganisatoren übergeben wollen. Sie schlugen als Termin den 4. Oktober vor, am Vorabend des Rennsteigherbstlaufs, der von Masserberg nach Neuhaus führt. Startort für die Strecke von ca. 55 Kilometer beim 4. Gesamtdeutschen Rennsteiglauf ist diesmal Neuhaus. Es geht also in die umgekehrte Richtung. Diese Gruppe wird vom „letzten“ der Teilnehmer von 1990, Peter Ullrich mit Unterstützung vom Präsidiumsmitglied Jens Panse geführt. Neu ist eine 30 Kilometer-Walkingstrecke, die Hans-Georg Kremer übernimmt. Diese startet im Rahmen der „30 km Wanderung“ am Tag der Einheit. Start ist in Steinbach am Walde und Ziel ist gemeinsam mit den 55-Kilometer-Läufern in Blankenstein.

Rückfragen und Zusendung der Ausschreibung über:

hans-georg.kremer@uni-jena.de

Im Fototeil einige Fotos von 1990 u. a. vom Lauf über den ehemaligen Todesstreifen.
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