50 Jahre Mitglied im USV Jena e. V.

In Jena zum Tennis gefunden

Nach Dr. Robert Moszner, der im Oktober geehrt wurde, bekam jetzt Wolfgang Theml im Rahmen der Vollversammlung des USV Jena e. V. die goldene Ehrennadel für 50jährige Mitgliedschaft überreicht. 2008 wurde auf Vorschlag des damaligen Präsidenten Prof. Dr. Freytag diese Ehrung eingeführt, die darauf basierte, dass es ein neues Verwaltungsprogramm gab, welches besser als bisher das Eintrittsdatum der Mitglieder in den USV ermitteln lässt. Mehr als 40 Sportlerinnen und Sportler erhielten damals die Ehrenadel in Silber (25 Jahre) und Gold. Das älteste Mitglied, welches bis heute noch ohne Unterbrechung dem USV angehört, ist Dr. Herbert Koch, der Ende April 1949, kurz nach Gründung der Hochschulsportgemeinschaft (HSG) Mitglied wurde. Ansonsten gibt es aus der Anfangszeit kaum noch Mitglieder im Verein, da damals vorwiegend Studenten zur HSG gehörten, die Jena dann meist wieder verließen. Mit Werner Kühnert, Dr. Gerhard Rauschenbach, Prof. Dr. Klaus Keil, Ruth Dorsch und Prof. Dr. Manfred Kunze sind einige von ihnen heute wieder als Fördermitglieder zu ihren Verein zurückgekehrt und wollen die Alumniarbeit überstützen.
Wolfgang Themel kam im September 1963 zum Studium (Lehramt Deutsch/Englisch) nach Jena. Als passionierter Sportinteressent hatte er in seiner erzgebirgischen Heimat noch nie Tennis gesehen, obwohl in Annaberg, wo er die Oberschule besuchte, eine Tennisanlage war. In seiner Seminargruppe war auch Bernd Peter, nach der Wende der langjährige Direktor des Angergymnasiums, der - aus Erfurt stammend - ein passionierter und sehr guter Tennisspieler war und nun bei der HSG in der Herrenmannschaft spielte. So war Wolfgang Theml regelmäßig Zuschauer bei den Punktspielen. Schon bald wurde er von allen aufgefordert, doch endlich selbst mit dem „weißen“ Sport anzufangen. Und mit Bernd Peters Hilfe erlernte er das 1x1 des Tennissports, und so wurde Theml auch Mitglied in der HSG. Irgendwann reichte es dann auch, dass er in der 3. Mannschaft die ersten Punktspiele machen konnte. Im Seniorenalter spielte er auch immer wieder zusammen mit Bernd Peter, der ein leidenschaftlicher Tennisspieler geblieben war, ein gutes Wettkampfdoppel.
Seit 1995, nachdem vorher durch ein Hochwasser die Tennisanlage wortwörtlich erstmals weggeschwommen war, stand die Frage, wie es mit der Anlage weitergeht. Dank des damals intensiv praktizierten „Modell des Jenaer Universitätssport“ konnte mit Fördergeldern und Eigenmitteln, die Anlage schrittweise saniert werden. Dazu wurde eine Vereinigung der bis dahin zwei Tennisabteilungen (Jenapharm und USV). Wolfgang Theml erklärte sich bereit, die Nachfolge von Dr. Helmut Bandel anzutreten. Sein Stellvertreter wurde Wolfgang Jauch von Jenapharm. Mit 379 Mitgliedern zum Stand vom 31.12.2015 sind die Tennisspieler in der größten „ordentlichen“ Abteilung des USV organisiert. Die Tennisabteilung ist auch die älteste Abteilung im USV, wurde ihr Vorläufer doch schon 1907 nach dem Muster des Weimarer Vereins gegründet und nannte sich „Tennis-Wettspiel-Verein Jena“. Sogar einer der ersten Vorgänger von Wolfgang Theml ist überliefert. Es war ein Dr. Siedentopf. Vermutlich handelt es sich hier um den Physiker Henry Siedentopf, der bei Zeiss tätig war.
Zukünftig soll der Ehrenausschuss des USV eine würdige und öffentlichkeitswirksame Ehrung der Jubilare übernehmen, wozu ein entsprechendes Konzept für den neuen Vorstand erarbeitet wird.

Dr. H. Kremer

Bildunterschrift: Wolfgang Theml (2.v.r.) 1997 beim Tennisturnier Professoren treffen Wirtschaft.

In: Thüringische Landeszeitung vom 21. Januar 2016
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