Basketball-Zweitligist Science City Jena verliert gegen Würzburg und bangt weiter um den Klassenerhalt

Jenas Basketballer (weißes Trikot) verloren gegen Würzburg. Foto: Poser
Jena. „Ich bin sehr stolz auf mein Team.“ Es ist selten, dass ein Trainer nach einer Niederlage solch einen Satz von sich gibt. Georg Eichler, der Coach von Basketball-Zweitligist Science City Jena, hatte nach dem 70:82 in eigener Halle gegen die s.Oliver Baskets Würzburg jedoch allen Grund dazu, seine Schützlinge zu loben. Sie hatten im Duell des Abstiegs- gegen den Aufstiegskandidaten alles versucht, um den Goliath ins Wanken zu bringen. Letztlich blieben die Bemühungen unbelohnt, doch die 80 Prozent Jenaer Fans unter den 1230 Zuschauern in der Sporthalle Lobeda-West gingen trotzdem mit einem guten Gefühl nach Hause, da sie eine kämpfende und niemals aufsteckende Gastgebermannschaft erlebt hatten.

Bereits in der ersten Halbzeit deutete sich an, dass der favorisierte Gegner triumphieren würde. Die Würzburger gaben von Beginn an Vollgas, erspielten sich zeitweise einen deutlichen Vorsprung und beendeten das Auftaktviertel mit einer Führung von 28:18. Im zweiten Durchgang kam es dann noch dicker für den Tabellenvorletzten. Nachdem der Rückstand etwas verkürzt werden konnte, landete Aufbauspieler Tyler Kepkay nach einer Offensivaktion auf dem Fuß seines Gegenspielers und blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden liegen. Die Diagnose war niederschmetternd, denn der junge Kanadier zog sich eine Knöchelfraktur zu. Damit ist die Saison für ihn vorzeitig beendet, was angesichts der angespannten Lage im Abstiegskampf einer mittleren Katastrophe gleichkommt. „Da die kommenden Aufgaben richtig schwer werden, ist die Verletzung von Tyler umso bitterer“, rang Georg Eichler um Fassung. „Wir müssen nun noch enger zusammenrücken.“

Dies tat die Mannschaft in der Folgezeit auf dem Spielfeld und kämpfte sich Stück für Stück an den starken Kontrahenten heran. Zur Halbzeitpause stand es nur noch 46:38 für Würzburg. Zum Ende des dritten und am Beginn des vierten Viertel deutete sich sogar eine Wende an, denn Science City lag kurzzeitig mit 61:59 in der Vorderhand. Danach rächte sich jedoch die aufwändige, kräftezehrende Spielweise. Die Gäste trafen nun wieder aus allen Lagen, schafften einen 10:0-Lauf und hatten letztlich das bessere Ende für sich. Dies erkannte auch Georg Eichler an, gab seinem unterlegenen Team aber dennoch warme Worte mit auf den Weg: „Trotz des frühen Ausfalls von Tyler Kepkay haben die Spieler bärenstark gekämpft und große Moral bewiesen.“ Wenn es am kommenden Samstag ab 19.30 Uhr im wichtigen Abstiegsendspiel bei den ETB Wohnbau Baskets Essen ähnlich läuft, ist der Klassenerhalt durchaus noch zu realisieren.

Von Ulrich Klemm
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1 Kommentar
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Michael Sieß aus Hermsdorf | 06.04.2011 | 15:24  
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