Jubiläums-Rennsteiglauf wird vorbereitet

Dem Rennsteig die Treue
Traditionsläufer wollen für Jubiläumslauf werben

Als 1973 drei Jenaer Studenten und ein Assistent zum 1. GutsMuths-Rennsteiglauf aufbrachen, war weder geplant noch vorauszusehen, dass daraus einmal eine der ältesten und renomiertesten Laufveranstaltungen Deutschlands werden würde. Zwei Jahre später hatten sich bereits fast 1000 Läuferinnen und Läufer angemeldet, und gegenwärtig treffen sich jedes Jahr um die 15.000 Läufer, Wanderer und Nordic-Walker zum Rennsteiglauf.
Zu den Besonderheiten des Laufs gehört, dass die Mehrfachteilnehmer einen hohen Prozentsatz im Gesamtstarterfeld ausmachen. Obwohl 1975 beim ersten großen Rennsteiglauf der Altersdurchschnitt über 35 Jahre lag, gibt es heute noch etliche aus der ersten Generation, die jedes Jahr wieder am Start sind. Insgesamt 738 Läuferinnen und Läufer haben bereits mindestens 25 Mal erfolgreich am Rennsteiglauf teilgenommen, 311 über 30 Mal und 53 mehr als 35 Mal. Damit gehören sie zum Kreis der Traditionsläufer, der vom Gründerverein des Rennsteiglaufs, dem USV Jena e. V., in einem zwanglosen „sozialen Netzwerk“ zusammengehalten wird.
Bereits im Vorfeld des 39. GutsMuths-Rennsteiglaufs 2011 haben die Traditionsläufer eine ganze Anzahl von Vorschlägen gesammelt, wie man den Jubiläumslauf würdig vorbereiten kann. Diese Vorschläge wurden dem GutsMuths-Rennsteiglaufverein und seiner GmbH übergeben. Der USV wird zwei dieser Vorschläge realisieren: Erstens plant er eine Neuauflage des „Who is who – des Rennsteiglaufs“. Dieses Nachschlagewerk ist bisher fünf Mal erschienen und beschäftigt sich vor allem mit den Biografien der Traditionsläufer und soll 2012 auch die Organisatoren mit berücksichtigen. Sofern eine Finanzierung gelingt, wird die sechste erweiterte Auflage pünktlich zum Rennsteiglauf gedruckt sein. Zweitens wird es unter der Überschrift „Dem Rennsteig die Treue“ einen Gruppenlauf zum 40. GutsMuths-Rennsteiglauf 2012 auf der Halbmarathon-Strecke von Oberhof nach Schmiedefeld geben. Interessierte Traditionsläufer, die die Uridee des Rennsteiglaufs - gemeinsam und ohne auf die Uhr zu schauen, den Rennsteig bewältigen – vertreten, werden sich in Oberhof am Ende des Starterfeldes sammeln, um gemeinsam vom Start bis zum Ziel zu laufen. Der Langsamste bestimmt dabei das Lauftempo. An Anstiegen und steilen Abstiegen wird grundsätzlich gegangen. An interessanten Stellen der Strecke gibt es Zwischenstopps mit Erklärungen. Zielgruppe sind alle Traditionsläuferinnen und Traditionsläufer, Teilnehmer der Rennsteigrekordläufe, Läuferinnen und Läufer, die früher schon mal mitgelaufen sind aber jetzt jahrelang nicht teilnehmen konnten oder wollten. Jeder kann einen oder zwei Laufnovizen mitbringen, denen er die Liebe und Tradition zum Rennsteiglauf näherbringen möchte. Kinder, Enkel, Ehepartner usw. sind herzlich willkommen.
Die Aktion soll dazu beitragen, den Rennsteiglauf und insbesondere den 40. in der Öffentlichkeit zu bewerben. Dazu werden die Veranstalter vom USV die Anzahl der gelaufenen Rennsteigläufe und der Rennsteiglauf-Kilometer auswerten. Außer den drei Laufstrecken werden auch alle Wanderungen, Nordic-Walking-Strecken, die Junior-Cross-Teilnahmen, die Teilnahmen an Rennsteiglaufsonderläufer (Rekord- und Traditionsläufe, Lauf-Locker und Gesamtdeutsche usw.) und die Rennsteigetappenläufe in die Statistik einbezogen. Es ist geplant, ein einheitliches hochwertiges Funktionshemd zu produzieren, wo neben dem Slogan auch die Zahl der persönlichen Rennsteigläufe aufgedruckt ist. Der bekannte Journalist, Klaus Weidt schenkt den ersten 40 Anmeldungen für diese Aktion sein „Midibüchlein“ zum Rennsteiglauf, mit persönlicher Widmung.

Dr. Hans-Georg Kremer
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