Kabinenpredigt: Rot-Weiß Erfurt trifft auf Darmstadt 98 und muss zum Pokalspiel zum FC Carl Zeiss Jena

Kann Simon Brandstetter nocheinmal nachlegen? Ist er wieder in Form? Wir werden es sehen, bereits am Freitagabend bei Darmstadt 98 steht er wieder auf dem Platz. Fotos Axel Heyder
  Jena: Stadion |

Hurra, das echte Derby ist wieder da!

RWE muss allerdings zunächst am Freitag zu Darmstadt 98 – Im Pokal wartet dann Jena auf den FC Rot-Weiß.


Arand: Der Finaleinzug im Landespokal des FC RWE ist perfekt. Nicht gerade locker ging das Halbfinale beim Verbandsligisten Dachwig-Döllstädt mit einem 2:1-Sieg über die Bühne.

Heyder: Dafür kommt es nun zum echten Derby im Paradies: Der Kick gegen Meuselwitz hatte nicht den selben Stellenwert. Vorteil ist nun: Gegen Jena muss man die Jungs nicht extra motivieren, wobei einige der RWE-Spieler das Duell gegen Jena ja gar nicht mehr kennen. Zu lange ist man nun 4.-klassig an der Saale - und das wird sich ja auch nicht vor Sommer 2015 ändern können, frühestens dann könnte es in die Relegation gehen. Unterschätzen darf man die Truppe aber nicht, Pokal ist Pokal. Da fliegt man auch mal gegen Schott raus, wie sich gezeigt hat. Da Erfurt aber dem eigenen Nachwuchs spielt (Göbel, Nietfeld, Klewin, Kammlott), gibt es eine Menge Spieler mit Stallgeruch, die auch das Derby-Feeling sofort aufnehmen können.


Brisanz am Freitag am Böllentor


Arand: Ja Axel, ich erinnere mich mit Grauen an das Schott-Spiel! Auch für Erfurt ist in der Liga der Drops gelutscht. Im Niemandsland wird die Saison beendet. Spannend ist die 3. Liga dennoch: Um den Relegationsplatz streiten sich zwei Mannschaften, im Tabellenkeller versuchen etliche Teams das rettende Ufer noch zu erreichen.

Heyder: Oben unten Spannung, nur in der Mitte ist alles dicht an dicht gedrängt. Mein Eindruck ist, dass es so eng wie nie ist.

Arand: Brisanz ist in der Partie am Freitagabend am Böllenfalltor gegeben: Rot-Weiß trifft auf den dort beheimateten SV Darmstadt und könnte den „Lilien“ einen direkten Aufstiegsplatz in die 2. Bundesliga endgültig versauen. So bliebe am Ende nur der dritte Platz für die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster und damit zwei Relegationsspiele gegen den drittletzten aus der zweithöchsten Spielklasse.

Heyder: Das wäre derzeit Dresden, derzeit durchaus kein übermächtiger Gegner für eine eingespielte Truppe.

Arand: Es ist jedenfalls fast ein Wahnsinn, was die Darmstädter für eine Saison spielen! Hätte ich nie gedacht. Sportlich vor einer Saison abgestiegen, nur durch Glück, dass Offenbach keine Lizenz bekam, in der Liga geblieben. Nun klopfen sie oben an. Und keiner bekommt diesen Stroh-Engel in den Griff. Zwei Jahre bekam er in Wehen Wiesbaden nix auf die Beine, wie mir deren Scout verriet. In Darmstadt allerdings blühte er regelrecht auf, mit bisher 26 Saisontreffern. Beim SV 98 fehlt Verteidiger Stegmayer mit Gelbsperre.

Heyder: Gut, dass RWE, und ich wiederhole mich da gerne, mit Kammlott endlich auch wieder einen guten Mann im Sturm hat. Jemand, der nicht lange fackelt sondern Tore schießt.

Arand: Vom Personal her könnte der Trainer experimentieren. Aber da man ja sich keinen Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung aufhalsen möchte, wird in den letzten Partien die bestmöglichste Elf spielen. Falls keiner ausfällt.

Heyder: Verzerrung hin oder her, wichtig ist es jetzt, den Thüringenpokal zu holen. Und zwar mit der bestmöglichen Truppe. Ohne Verletzte! Im Hinspiel, als Darmstadt in Erfurt spielte, sahen die Rot-Weißen ja recht gut aus, dank Engelhardt. Was die Tabelle angeht, Erfurt war damals Dritter und nicht Dramstadt, hat man leider getauscht.

Arand: Mit viel Glück ist ein Unentschieden bei 98 möglich. Ich rechne aber mehr mit einer knappen Niederlage. Gerne gewinnen die Hessen knapp, so mit 1:0 zu Hause, wie die Statistik verrät. Allerdings hat Erfurt in den direkten Duellen in Liga drei in Darmstadt am Böllenfalltor noch nicht verloren. Gewinnt Rot-Weiß und gewinnt RB einen Tag später in Rostock, würde man RB Schützenhilfe geben und die Sachsen wären der zweite direkte Aufsteiger nach Heidenheim.

Heyder: RB braucht niemand in dieser Liga. Das ist wie bei einem Autorennen von VW-Käfern und einer fährt mit Ferrari-Motor, weil er sich es leisten kann. Weg aus Liga drei! RWE gewinnt in Darmstadt, weil sie alle Abstiegssorgen los sind und befreit aufspielen, während Darmstadt ganz verkrampft ist vor lauter Angst, dass es mit Platz 2 nicht meh klappt. Brandstetter will seinen Torerfolg wiederholen und macht das 1:0 klar.

Sportverein Darmstadt 1898 e.V.
Vereinsfarben: Blau-Weiß
Trainer: Dirk Schuster
Tabellenplatz: 3
Top-Torschützen: D. Stroh-Engel, M. Ivana, H. Behrens
Netz: www.sv98.de
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