Kürze Strecke und Wanderung bei Obstweinlauf

Marathon mit Heimatkunde

Mit 44 Teilnehmern, zwei Kleinkindern im Babyjogger und einem Hund könnte man von einer neuen Rekordbeteiligung beim Obstwein-Lauf im Reinstädter Grund sprechen. Die Zahl täuscht aber, da erstmal eine 13-Kilometer lange Wanderung im Programm stand, wodurch sich die Beteiligung verdoppelte. Bei gutem Lauf- und Wanderwetter gingen die Teilnehmer am Samstag auf die Strecken, die vom historischen Bauernhof in Röttelmisch nach Gumperda, Eichenberg, Bibra, Zwabitz, Altenberga, Plinz, Beckers Kirchhof, zurück nach Röttelmisch führten. Der Start wurde um 10.00 Uhr traditionell nach einer kleinen Apfelweinprobe gemeinsam vollzogen und fast zeitgleich kamen die Lauf- und die Wandergruppe am Nachmittag gegen 15.00 Uhr im Ferienhof in Röttelmisch ins Ziel, wo ein Kuchenbüffet auf alle wartete.
Die weiteste Anreise hatte diesmal nicht Andre Schmidt aus Lübeck, der schon seit Jahren zu den treuen Anhängern der Laufveranstaltungen des USV-Förderkreises zählt, sondern Kerstin und Bernd Löschner aus Herbolzheim, die der Einladung zum 40. Geburtstag der Laufgruppe des USV gefolgt waren.
An den drei Versorgungsspunkten gab es außer dem Apfelwein von Alexander Pilling und Hans-Joachim Petzold verschiedene regionale Erzeugnisse, vom Ziegenkäse bis zur Wildschweinleberwurst. Zur Jahreszeit passend durften an jeder Verpflegungsstation Äpfel und frisch gepresster Apfelsaft nicht fehlen.
Durch den Gruppenleiter des 27-Kilometer langen Laufs, Ronny Weiß und den Wanderleiter Hans-Georg Kremer wurden unterwegs historische und kulturelle Besonderheiten vorgestellt, die von der Schaffnerschen „Lehr- und Erziehungsanstalt für Knaben“ in Gumperda, über die unterirdische Rüstungsproduktionsanlage im Walpersberg, die Plinz-Mühle bis zum sagenumwobenen Ausflugsort „Beckers Kirchhof“ reichten. Dazwischen gab es immer wieder wunderschöne Aussichtspunkte auf die herbstliche Laubfärbung des Reinstädter Grundes. Die Wanderer legten dann noch einen Zwischenstopp am „Segelfliegergrabstein“ von Kurt Knüppel ein, um einiges zur Thüringer Segelfluggeschichte zu erfahren.
Nach Kassensturz der Organisatoren können sich die Kirchgemeinde in Reinstädt für Restaurierungsarbeiten und die Stiftung Jenaer Universitätssport zur Unterstützung von Studenten bei der Teilnahme am Rennsteiglauf über eine Spende freuen.
Dr. H. Kremer

Bildunterschrift: Die Wandergruppe am Grabstein des Kahlaer Segelfliegers Kurt Knüppel.

In: Thüringische Landeszeitung 12. Oktober 2015
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