Rot Weiß oder Carl Zeiss: Es gibt keine Feindschaft

Jonas Ziermann (links) und Felix Weber von der Fußballschule des FC Carl Zeiss Jena. Im Sommer werden die beiden Studenten im Feriencamp mit Kindern trainieren.
 
Auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld sind Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 15 Jahren willkommem. Auch die beiden Sportstundeten gehören zum Trainerstab.
Jena: Eingang Ernst-Abbe-Sportfeld (Kreuzung Roland-Ducke-Weg/Am Stadion) |

Die Fußballlschule des FC Carl Zeiss Jena veranstaltet auch in diesem Jahr wieder Feriencamps für Nachwuchskicker. Im Trainerstab arbeiten auch Jonas Ziermann und Felix Weber. Die beiden standen sich längere Zeit als Rivalen auf dem Fußballplatz gegenüber. Nun studieren sie gemeinsam in Jena.


Jonas Ziermann und Felix Weber eint so manches. Zum Beispiel Saalfeld als Geburtsort und der gleiche Geburtstag am 12. Januar 1996; vor allem aber die Liebe zum Fußball.

Das fußballerische Einmaleins erlernten die beiden beim VfL 06 Saalfeld. Unter Trainer Uwe Kaiser wurden sie als Zehnjährige sogar Kreismeister. „Doch später trennten sich ihre Weg“, erinnert sich Jonas‘ Vater, Marco Ziermann.

Aus Thüringer Fußballsicht wurden die Nachwuchskicker zu Gegnern. „Mein Sohn wechselte zum FC Carl Zeiss Jena und besuchte hier auch das Sportgymnasium“, erinnert sich Ziermann, der selbst bei Jenaer Verein angestellt ist und dessen Fußballschule leitet. Felix Weber verschlug es hingegen nach „Vieselbach“, wie die Jenaer es nennen würden, um den Namen der Landeshauptstadt zu vermeiden. Er trainierte fortan beim FC Rot Weiss Erfurt und besuchte das dortige Sportgynasium.

Konkurrenz nur auf dem Platz


„Im Jugendbereich gibt es diese Rivalität zwischen beiden Vereinen eigentlich nicht“, erklärt Felix Weber zur thüringischen Gemengelage. Die würde, ergänzt Jonas Ziermann, vor allem von außen hereingetragen. Zwar sei man auf dem Platz Konkurrenten, doch wenn das Spiel vorbei ist, sein alles wieder gut. Die gern und mit viel Leidenschaft gepflegte Abneigung zwischen beiden Sportvereinen und deren Anhängern hatte deshalb auch keinen Einfluss auf die Beziehung zwischen den Saalfeldern.

In Jena wieder vereint


Um so größer war dann auch die Freude, als sie sich im September letzten Jahres wiedergetroffen haben – auf einem ganz anderen Spielfeld. Unabhängig voneinander hatten sich die früheren Mannschaftskameraden und späteren Spielgegner für eine Studium in der Saalestadt entschieden. Eine neue Gemeinsamkeit. Nicht nur im Bezug auf den Studienort, sondern auch auf das Studienziel. Jonas Ziermann und Felix Weber wollen Gymnasialsportlehrer werden. Als Zweitfach wählte Jonas Religion, Felix dagegen Geografie.

Dem Fußball sind beide treu geblieben. Ziermann kickt mittlerweile für die 2. Mannschaft des SV Schott Jena. Weber geht für den FC Saalfeld auf Torejagd. Doch das ist den beiden noch nicht genug Ballkontakt.

Gemeinsam für den Nachwuchs


Als angehende Sportlehrer wollen sie für ihren späteren Beruf schon einmal Erfahrungen sammeln. Dafür trainiert Jonas Ziermann bereits eine eigene Mannschaft, die E-Junioren vom FC Carl Zeiss Jena. Zusätzlich engagiert er sich in der Fußballschule des Vereins. Als weitere neue Gemeinsamkeit will ihm Felix Weber dorthin folgen. Deshalb absolviert er derzeit eine vereinsinterne Ausbildung. „Das ist bei uns zwingend notwendig“, erklärt Fußballschulleiter Marco Ziermann. „Bei uns kommen nur gut ausgebildete Leute zum Einsatz.“ Das sei man dem Ruf des Vereins schuldig. Kinder und Heranwachsende, die in ihren Ferien ein Camp des FC Carl Zeiss Jena besuchen, sollen sich schließlich gefördert und gefordert fühlen.

In den Schulferien werden Jonas Ziermann und Felix Weber deshalb wieder zusammen auf dem Fußballrasen stehen. Diesmal kämpfen sie aber nicht wie zu ihren Angangszeiten um Tore und Punkte, sondern um den Thüringer Fußballnachwuchs. Und vielleicht finden sich hier zwei Jungspieler, die fortan ebenso die Liebe zur Spiel eint.

VERLOSUNG

Der Allgemeine Anzeiger verlost drei Plätze im FCC-Feriencamp. Der Zeitraum kann frei gewählt werden. Wer gewinnen möchte, der schreibe bis zum 5. Juni eine Mail mit dem Betreff „Fußballferien“ an:
service@allgemeiner-anzeiger.de.


HINTERGRUND


• Die Förderung des Fußballsports gehört satzungsgemäß zu den Zielen des FC Carl Zeiss Jena. Deshalb unterhält er mehrere Nachwuchsmannschaften und eine Fußballschule.
• In der Fußballschule finden regelmäßig Feriencamps statt. Auch in den kommenden Sommerferien sind vom 26. Juni bis zum 10. August sieben Durchgänge geplant.
• Ein Camp umfasst fünf Tage, jeweils von 10 bis 16 Uhr. Eine erweitere Betreuungszeit von 8 bis 17 Uhr ist möglich.
• Zum Start werden die Nachwuchskicker in leistungsgerechte Gruppen aufgeteilt.
• Besondere Voraussetzungen werden nicht verlangt. Anfänger, Freizeitfußballer und Vereinsspieler sind willkommen.
• Mitmachen können Jungen und Mädchen zwischen 5 und 15 Jahren. Für auswärtige Teilnehmer gibt es ein Übernachtungsangebot.
• Mehr Infos unter:
www.ferienfussballspass.de, www.fc-carlzeiss-jena.de
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