Tanzen ohne Grenzen

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Die Studio Dancer beim Training: Eine perfekte Körperbeherrschung, Kraft und Ausdauer sind beim Jazz- und Modern Dance Voraussetzungen für Erfolge. Foto: Poser (Foto: Peter Poser)
 
Die Studio Dancer mit Pokal und Urkunde vom letzten Turnier in Müllheim. Foto: Matthes (Foto: Matthes)
Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften ist ein Traum der Studio Dancer des SV Schott Jena


JENA. Vor ihrem größten sportlichen Erfolg stehen die Studio Dancer des SV Schott Jena. Nach der Hälfte der Turniere der 2. Bundesliga im Jazz- und Modern Dance stehen sie in der Tabelle auf einem hervorragenden 2. Platz und könnten damit erstmals die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft schaffen. AA-Redakteur Bernd Hausdörfer sprach aus diesem Anlass mit Tänzerin Anja Buder.

AA: Die Studio Dancer - wer sind das?

Anja Buder: Wir sind 17 tanzbegeisterte junge Frauen im Alter von 23 bis 31 Jahren. Unsere Gruppe wurde schon vor über 15 Jahren gegründet im Verein Kinderstudio Jena als Jugendtanzgruppe. Seit rund zwei Jahren gehören wir der Tanzsportabteilung des SV Schott Jena an. In den letzten zehn Jahren haben wir uns ständig weiterentwickelt und immer wieder neue Tänzerinnen dazu bekommen, vor allem aus dem Bereich der Sportstudenten.

AA: Was macht die Faszination des Jazz- und Modern Dance aus?

Anja Buder: Das Schöne an dieser Stilrichtung ist der Mix aus Jazz- und Modern Dance, der eigentlich keine Grenzen kennt. Man kann jegliche Form von Bewegung nutzen, die Choreografie frei gestalten und auch mal was ganz Abgedrehtes machen, was man so noch nicht gesehen hat. Seine grenzenlose Möglichkeit der Bewegungsausführung bietet die nahezu perfekte Grundlage für das Zusammenspiel von Kreativität, Kunst, Ausdruck, Emotion und Leidenschaft, was stets variierbar ist. Das macht die Spannung aus.

AA: Die sportliche Entwicklung der Studio Dancer ist viel versprechend...

Anja Buder: Angefangen haben wir in der Landesliga und nach dem Aufstieg lange Jahre in der Oberliga getanzt. 2008 gelang der Aufstieg in die Regionalliga und von dort nach vier Turniersiegen gleich der Durchmarsch in die zweite Bundesliga. Hier sind wir die einzige Formation aus Ostdeutschland. Nach zwei Zweitplatzierungen bei den bisherigen Turnieren in Saarlouis und Müllheim haben wir in diesem Jahr gute Chancen, uns einen Traum zu erfüllen: die erstmalige Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft. Dafür ist eine gute Leistung am 20. April beim nächsten Turnier in Schwalbach in Baden-Württemberg gefordert.

AA: Wie oft muss man dafür trainieren?

Anja Buder: Zweimal pro Woche, manchmal auch dreimal. In den wichtigsten Vorbereitungsphasen kommt noch so manches Wochenende hinzu.

AA: Wie entstehen die Choreografien der Tänze?

Anja Buder: Wir erarbeiten die Wettkampf-Choreografien in der Regel selbst, lassen uns aber auch gerne von richtigen Profis beraten. In den letzten Jahren hat uns oft die Koreanerin Young Mi Lee geholfen. Für die Saison 2013 erhielten wir das Grundkonzept sowie wertvolle Anregungen und Impulse von der französisch-deutschen Tänzerin, Choreografin und Künstlerin Julie Pecquet für unsere freie, zeitgenössische Interpretation des „Pinocchio“.

AA: Gibt es persönliche Kontakte außerhalb von Training und Wettkampf?

Anja Buder: Unsere Gruppe besteht auch deswegen, weil wir uns sehr, sehr gut verstehen. Alle sind über verschiedene Ecken miteinander befreundet. Wir unternehmen auch sonst viel gemeinsam und teilen gerne die schönen Momente des Lebens wie z.B. Geburtstage feiern oder einfach am Wochenende zusammen weggehen.

AA: Wann kann man die Studio Dancer in Jena erleben?

Anja Buder: Wir waren schon bei vielen Veranstaltungen in und um Jena wie beim Bigbandball, der Jenaer Museumsnacht oder auch bei diversen Modenschauen dabei. Man kann uns also auch engagieren. Das nächste Mal tanzen wir in einem großen Programm zum Frühlingsfest am 31. Mai auf der Marktbühne.


Kontakt:
www.svschottjena.de
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