Thüringen tanzt Zumba

Zumba-Trainerin Rena Fritsch liebt lateinamerikanische Tänze.
 
Die Lebensfreude der Latino-Klänge lässt vergessen, dass es sich hier eigentlich um Gymnastik handelt.
Jena: Tanzhaus | Von wegen verregnete Stimmung. Ein Fitnesstrend weckt Sommerlaune: Zumba. Die Mischung aus Tanz und Aerobic bringt Thüringer zum Schwitzen.

Fröhliche Latino-Klänge ­geben den Rhythmus vor. „Wer aber glaubt, wir wiegen uns bei Zumba nur sanft im Takt, der liegt daneben“, sagt Rena Fritsch, Zumba-Trainerin aus Jena. „Bei diesem Kurs werden Tanzschritte aus Salsa, Merengue, Cumbia, Samba, Bachata und Flamenco mit speziellen Aerobic-Elementen kombiniert.“ Mit wechselndem Tempo. Das macht die Zumba-Stunde zur Kraftnummer, verbrennt Fett und strafft den Körper.

Entwickelt wurde das Fitnesskonzept vom Kolumbianer Alberto „Beto“ Perez. Der Zufall brachte ihn auf die Idee. Als der Fitness-Trainer Mitte der 90er-Jahre seine Musik für eine Aerobic-Stunde vergaß, griff er kurzerhand zur Latin-Salsa-CD aus dem Autoradio. Sein improvisierter Kurs kam so gut an, dass er daraus die Geschäftsidee "Zumba-Fitness" entwickelte. 1999 brachte er Zumba nach Amerika. Hinter dem wachstumsstarken Fitness-Kult steht ein streng lizensiertes Geschäftsmodell. Jetzt erwerben auch immer mehr Thüringer Trainer die Lizenz. Von Artern bis Sonneberg, von Bad Langensalza bis Schleiz folgen Tanz- und Sportstudios dem Trend.

„Man braucht dafür keine Tanz­erfahrung, nur ein wenig Rhythmusgefühl“, animiert Rena Fritsch, die auch Kurse für Schüler anbietet. Seit 15 Jahren begeistert sich die Tanzlehrerin und Fitnesstrainerin für lateinamerikanische Tänze. In ihren Augen bietet Zumba einen weiteren Vorteil: „Frauen können die ­Musik und den Tanz genießen, ohne dass sie einen Partner brauchen.“ Denn Männer sind auch auf dem Sportparkett Mangelware.

Eine Übersicht über die Thüringer Kursangebote gibt es unter
http://www.zumba.com/parties/search/search:1/addre...

Was ist dran an Zumba? Redakteurin Sibylle Reinhardt und Hobby-Tänzerin Anne-Katrin Kuhl haben es im Tanzhaus Jena bei Trainerin Rena Fritsch ausprobiert. Eine Kursstunde aus zwei Perspektiven:

Sibylle Reinhardt: Discofox – mehr habe ich bislang nicht aufs Parkett gebracht. Heiße Latino-Musik aber erfordert völlig andere Tanzstile. Die Salsa-Schritte zu Beginn erscheinen noch leicht. Rechts zurück und wieder vor, Tap. Links vor und wieder zurück, Tap. „Tanzt aus der Hüfte heraus“, fordert Zumba-Trainerin Rena. Sie erhöht das Tempo und bringt die Arme ins Spiel. Das stürzt mich in Koordinationsprobleme. Im Spiegel muss ich erkennen: Eleganz sieht anders aus.
Ich schiele zu Anne, die sich viel geschmeidiger bewegt. Jetzt bloß nicht verkrampfen! „Folge einfach der Musik“, rät Rena. Ich tue es und siehe da: Mit freiem Kopf stellt sich der Spaß ein. Tanzen ist etwas Wunderbares. Der Schweiß läuft, und der Takt treibt voran. Zur Cumbia gehen wir in die Hocke, als würden wir Zuckerrohr schneiden. Wir imitieren den Trommelschlag beim Merengue, schwingen uns beim Flamenco in den Ausfallschritt. Durch den Mix werden verschiedene Muskelgruppen trainiert. Ich halte mit – bis zur Samba. Hüfte und Oberkörper wie eine Brasilianerin zu schütteln, ist wirklich verdammt schwer.

Anne Kuhl: http://www.meinanzeiger.de/jena/sport/meine-zumba-...
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2 Kommentare
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Heidrun Fischer aus Nordhausen | 23.08.2011 | 17:23  
Sibylle Klepzig aus Nordhausen | 28.08.2011 | 11:22  
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