20 Jahre soziale Arbeit

Mit der Übernahme der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern sowie der Sozialpädagogischen Familienhilfe im damaligen Landkreis Jena am 1. April 1993 berät und unterstützt der Geschäftsbereich Kinder, Jugend und Familie des DRK-Kreisverbandes bereits seit 20 Jahren Kinder, Jugendliche und Familien. Ein guter Grund, in einer Festveranstaltung zurückzublicken und den drei Teams für ihre hervorragende Arbeit zu danken, die viel Kraft, Beharrlichkeit, Motivation, Verständnis und Empathie erfordert.

Ein Zeitstrahl mit Meilensteinen verdeutlicht, dass sich der Bereich kontinuierlich weiterentwickelt hat. Waren es anfangs fünf Mitarbeiter, die sich fachlich und methodisch in die neuen Aufgabengebiete einarbeiten und den Umgang mit den Ämtern erlernen mussten, sind es heute 27 Fachkräfte, die das Team der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern, das Team der ambulanten Erziehungshilfen und das Team der ambulanten Drogenhilfe bilden.

Weitere 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in den vergangenen 20 Jahren die Arbeit der Teams begleitet. Viele Praktikanten konnten ihre ersten beruflichen Erfahrungen unter professioneller Anleitung sammeln.

Seit 20 Jahren bietet das Team der ambulanten Erziehungshilfen durch Sozialpädagogische Familienhilfe, Erziehungsbeistand oder Betreuungshilfe, Familien, Jugendlichen und Jungen Erwachsenen Begleitung und Stärkung über einen begrenzten Zeitraum in schwierigen Situationen (z.B. bei Belastungssituationen, Erziehungsproblemen, Beziehungsstörungen, materiellen Notlagen) an. Das Team besteht zurzeit aus 11 Mitarbeitern, die in Jena und im Saale-Holzland-Kreis Familien, Jugendliche oder junge Erwachsene über einen begrenzten Zeitraum begleiten und stärken. Familiäre Belastungssituationen, die eine solche Hilfe notwendig machen können, sind Beziehungsstörungen innerhalb der Familien, Verhaltensauffälligkeiten und Entwicklungsbeeinträchtigungen der Kinder, soziale und schulische Probleme sowie finanzielle und materielle Notlagen. Dabei sind der Erhalt und die Einbeziehung des sozialen Umfeldes immer oberstes Prinzip.

Im Projekt TIPRO, dem tatbezogenen Interventionsprojekt, arbeiten Fachkräfte deliktspezifisch in Einzel- und Gruppenarbeit mit straffällig gewordenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die dort ihre gerichtlichen Auflagen und Weisungen erfüllen können.

So müssen sich die jugendlichen Straftäter im Aggressionshemmschwellentraining (AHT) intensiv mit ihren vorwiegend im Bereich der Körperverletzung und Bedrohung begangenen Straftaten auseinandersetzen, wogegen sich der „Verkehrsunterricht“ an Jugendliche und junge Erwachsene wendet, die im Straßenverkehr strafrechtlich in Erscheinung getreten sind. Ziel der Betreuungsweisung und der Gruppenarbeit ist die Vermeidung erneuter Straffälligkeit.

Auch die Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern bietet in Kahla und Eisenberg Kindern, Jugendlichen und Eltern Beratung und Unterstützung bei allen familien- und entwicklungsbezogenen Fragen und Problemen. In entspannter Atmosphäre haben die sechs Berater ein offenes Ohr für alle Fragen, Sorgen und Nöte und helfen, die Aufgaben und Anforderungen des Erziehungsalltags sowie Krisen angemessen und altersgerecht zu bewältigen. Eine Beratungsform richtet sich an Eltern mit Säuglingen und Kleinstkindern, die sich unsicher sind, wenn ihre Babys und Kleinkinder häufig schreien, schlecht schlafen oder mit besonderen Bedürfnissen zur Welt kamen.

Wenn Eltern sich trennen, ist dies meist mit einer massiven Veränderung der persönlichen Situation für alle Beteiligten verbunden. Die Berater vermitteln dann in einem einvernehmlichen Umgangsmodell und besprechen anstehende Fragen nach einer Trennung. Oft werden die Kinder in Gespräche altersgemäß einbezogen oder gehört. Auch Eltern denen vom Gericht Beratung empfohlen wurde oder die in einem begleiteten Umgang den Kontakt zum Kind aufbauen möchten, stehen die Berater helfend zur Seite.

Seit 10 Jahren besteht die ambulante Drogenberatungsstelle Chamäleon unter DRK-Trägerschaft und ist eine wichtige Anlaufstelle, wenn eine Suchterkrankung (die nicht nur medizinische und psychologische Aspekte hat, sondern vor allem auch erhebliche soziale Auswirkungen) alleine nicht mehr zu bewältigen ist. Die Hilfsangebote richten sich nicht nur an Menschen, deren Suchtmittelthematik hauptsächlich durch den Konsum illegaler Drogen bestimmt wird, sondern auch an deren Angehörige und Bezugspersonen.

Alle Hilfsangebote sind freiwillig, unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht, sind individuell und kostenfrei. Eine ärztliche Überweisung ist nicht erforderlich. Auf Wunsch ist auch eine anonyme Beratung möglich.
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