Aktion „Gib dein letztes Hemd für Vielfalt“ wirbt für Toleranz

An den Dornburger Schlössern wurde mit dem Aufhängen „des letzten Hemdes" ein Zeichen für Toleranz gesetzt.
Exakt 753 Hemden aus der Aktion „Gib dein letztes Hemd für Vielfalt" hingen voriges Wochenende am Geländer unterhalb der Dornburger Schlösser.

Die Organisatoren haben damit ihr Versprechen eingelöst: Sie wollten die längste Toleranzleine im Kreis. Das ist ihnen gelungen.

Vor sechs Wochen startete der Aufruf. An acht verschiedenen Schulen im Kreis gab es Aktionen. „Wir hätten wahrscheinlich noch viel mehr Hemden sammeln können", sagte Michael Schaffhauser von der Koordinierungsstelle „Bündnis für Vielfalt". Zum Abschluss der Aktion am Freitag, als die Hemden aufgehangen worden, kamen noch mal zwei Säcke gefüllt mit Hemden.

„Wir wären bestimmt auf eine ein Kilometer lange Leine gekommen, doch der Platz war dafür einfach nicht da", sagte Schaffhauser. Am Freitag, Sonnabend und Sonntag hing die Leine. Am Montagmorgen wurden die Hemden wieder abgenommen. Sie werden laut Schaffhauser einer Altkleidersammlung übergeben für einen guten Zweck.

Das Projekt „Vielfalt tut gut im SHK" im Rahmen des Lokalen Aktionsplanes wird 2011 fortgesetzt. Der Kreis hat seine Unterstützung zugesagt. Die Bundesmittel werden weniger. Bisher waren bis zu 100.000 Euro pro Jahr Förderung möglich. Ab 2011 reicht der Bund nur noch 40 000 Euro aus.

Wie intolerant, rechtsextrem oder fremdenfeindlich ist denn die Region, wollte der Allgemeine Anzeiger wissen von Michael Schaffhauser wissen. Seine Antwort: „In der Stadt Jena gibt es Zentren für Rechtsextreme. Die strahlen aus auf Pößneck, Gera und das Weimarer Land. Jede Region hat Anlaufpunkte, wo sich Leute treffen."

Am 20. Mai 2011 erlebt der Hermsdorfer Stadthausplatz den dritten Kinder- und Jugendaktionstag (KUJA). Ab April beginnt die Aktion „Kinder in die Rathäuser". Die Finanzierung für den Aktionstag im Mai in Hermsdorf läuft. Drei Unternehmen aus der Region haben mit Spenden die Aktion „Gib dein letztes Hemd" unterstützt. Die Gelder sollen für den 20. Mai verwendet werden.
(Text und Foto: Jens Henning)
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