BVMW-Kooperationsbörse 2015, Dornburg - Geschäftspartner im Elevator-Takt und bei Tischmesse finden

Fachgespräche satt - Der Liechtensteiner Unternehmer Dr. Manfred Boretius (re.) war ebenso wie alle 30 Aussteller der Tischmesse ein gefragter Gesprächspartner.
 
Bis auf den letzten Platz ausgebucht - Der 9. Unternehmertreff im modernen FSU-Tagungszentrum in Dornburgs Altem Schloss während der Fachvorträge.
Dornburg: Tagungszentrum "Altes Schloss" |

9. Ostthüringer Kooperationsbörse am 17. September 2015 im „Alten Schloss“ in Dornburg


Manfred Boretius, Geschäftsführer der Liechtensteiner Listemann Technology AG hatte am 17. September 2015 mit den knapp 600 Kilometern von Eschen bis zu den malerisch gelegenen Dornburger Schlössern die längste Wegstrecke zurückzulegen. Ihn und ebenso die weiteren 77 Unternehmen aus insgesamt sechs Bundesländern zog die Aussicht, auf der BVMW-Kooperationsbörse im Dialog mit Gleichgesinnten nach neuen oder auch weiteren Geschäftsansätzen zu suchen.

Dieser inzwischen neunte und für die Region Ostthüringen immer noch einzigartige Unternehmertreff geht auf eine Initiative des Kreisverbundes Jena/Saale-Holzland-Kreis des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) und der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) zurück. Stets im September wird der Kaisersaal des FSU-Tagungszentrums im „Alten Schloss“ zum Podium für Fachvorträge und Firmenvorstellungen. Breiten Raum erhält hier die gegenseitige Vorstellungsrunde der Firmenvertreter, sodass dem Firmenprofil in der Teilnehmerliste ein Gesicht zugeordnet werden kann. Komprimiert und mit einer strengen, an den Elevator Pitch angelehnten Zeitvorgabe geht es darum, das „Wir sind - Wir suchen - Wir bieten“ sowie das „Was spricht für uns als ihr neuer Geschäftspartner?“ überzeugend darzustellen. Für eine begleitende Tischausstellung wird der Rittersaal zur Messehalle umfunktioniert. Auf 30 Tischen präsentieren Unternehmen Muster ihrer Produktion oder Dienstleistungen. Inzwischen nur noch durch rechtzeitiges Anmelden lässt sich einer dieser limitierten Plätze sichern.

Kooperationen der Unternehmen untereinander zu befördern, stellt jedoch nur ein Teilziel der Börse dar. Ebenso biete nach den Worten von Hausherr und FSU-Präsident Professor Walter Rosenthal sowie Kerstin Rötzler, Leiterin des Uni-Servicezentrums Forschung und Transfer, die FSU als Veranstaltungspartner ebenso wie die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) auch den Mittelständlern breites Potenzial für Forschungskooperationen. Torsten Schwarz, K1-Gründerservice der FSU erläuterte ergänzend Inhalte seiner Wirtschaftskompetenzvorlesungen für Akademiker, die den Einstieg in Unternehmen erleichtern helfen und auch Unternehmensgründungen erleichtern sollen. Das Wissen um Unternehmen vor Ort würde helfen, Absolventen in der Region zu halten, begründete er seine Einladung an die anwesenden Firmenlenker, die Vorlesungen personell und mit Erfolgsbeispielen zu illustrieren.

Beide Fachvorträge beleuchteten Verfahren und Werkzeuge, die Forscher und Techniker Vorbildern aus der Natur nachempfunden haben. So erläuterte Stephan Gräf, Otto-Schott-Institut für Materialforschung (OSIM) der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Ergebnisse der Forschung und Entwicklung von Lasertechnologien und Laserwerkzeugen zur ultrapräzisen Oberflächenbearbeitung anspruchsvoller Werkstoffe um deren Benetzbarkeit, Absorptions- oder Reflexionsverhalten zu beeinflussen. Beispielsweise lassen sich so Mikro- und Nanostrukturen auf Solarmodulen aufbringen, um über den Lotus-Effekt einen Staubschutz zu erzielen. Auch für biokompatible Materialien, Gläser und Kohlefaserverbundwerkstoffe würden sich über angepasste Laser für eine derartige Ultrapräzisionsbearbeitung neue Einsatzfelder erschließen lassen.

Auch das Präzisionsgleitschleifen erzeuge neuartige Oberflächengüten beispielsweise für künstliche Kniegelenke oder auch dadurch standfestere Bearbeitungswerkzeuge (Bohrer, Fräser, Drehmeißel), erfuhren die Zuhörer im Fachvortrag von Matthias Wetzel, Geschäftsführer der Jenaer Matthias Wetzel INDUSTRIEBESCHRIFTUNGEN GmbH. Wie sich die Kanten der Kiesel in der Meeresbrandung gegenseitig brechen und verrunden, funktioniere auch Trovalisieren, Präzisionsgleitschleifen, Präzisions- Strömungs- und Pulsfinish für verschiedenste Werkstücke aus Metall, Kunststoff und Keramik.

Erstmals gelang es nach den Worten von Kreisgeschäftsführer Dietmar Winter, mit IMPRO Interessenverband Metall- und Präzisionstechnik Osterzgebirge e. V., dem sächsischen Pendant zur eigenen BVMW-Fachgruppe „Präzision aus Jena“ aus der Region Glashütte/Dresden einen aktiven Unternehmensverbund und einige seiner Akteure nach Jena zu holen. Hiervon erhoffe er sich eine engere Zusammenarbeit der beiden Regionalverbünde und ihrer Unternehmen.

Ebenso optimistisch verabschiedete sich Manfred Boretius bis spätestens 2016 mit der Überzeugung, neben den bestehenden Geschäftsbeziehungen mit Jenaer Unternehmen in der Region weitere Partnerschaften für sein Know-how bei der thermischen Veredelung von Werkstoffmaterialien aufzubauen.

www.praezision-aus-jena.de
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