Gegen Egoismus, Gier und Neid

Der Pachtvertrag zwischen dem Verein Evangelische Kinder- und Familientagesstätten und dem Jenaer Kirchenkreis über das Haus der Begegnung in Kunitz wäre Ende des Jahres ausgelaufen. Man hätte ihn seitens des Kirchenkreises einfach verlängern können. Wenn nicht die Interessen der Kirchgemeinde Kunitz dem entgegenstehen würde. Auf Betreiben der Pfarrerin der Kirche in Kunitz war ein Verkauf des Hauses angestrebt, um den Verkaufserlös für die Sanierung der nebenstehenden Kirche zu verwenden (nicht wissend, dass das Geld in eine Stiftung fließen würde). Es spielten aber noch seit Jahren bestehende persönliche Antipathien gegen Ralf Kleist eine Rolle. Und so wurde kein Mittel gescheut, den Kirchenkreis von einer Nichtverlängerung des Pachtvertrages zu überzeugen. Nichts einfacher ist es, eine tiefgreifende Brandschutzkontrolle durchführen zu lassen. Damit kann man fast jedes alte Fachwerkhaus der öffentlichen Nutzung entziehen. Der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates Gleisberg nahm den Ball auf:“… Sollte es zu einem
Brand kommen, wären die im Obergeschoss untergebrachten Gäste in einer Falle…“ (aus OTZ vom 9.2.15). Bei seiner Kontrolle hatte er offensichtlich die Feuertreppe übersehen. Um ganz sicher zu gehen, übte er noch Kritik an der überwiegenden Nutzung des Hauses von nichtchristlichen Gruppen. Aber Herr B. Zollmann, aus welcher Epoche sind Sie denn angereist? Jeder Christ redet von einer Offenen Kirche, Sie aber wollen Nichtchristen aus Ihrem Leben ausschließen. Nehmen Sie sich ein Beispiel an Martin Krautwurst, der als Pfarrer in Magdala nicht nach der Konfession gefragt hat, bei ihm war jeder Mensch willkommen.
Mit dem vermeintlichen Aus dieses Hauses wird nicht nur ein rustikales Kleinod in der Landschaft verschwinden und ein Arbeitsplatz vernichtet, es wird auch das Lebenswerk von Ralf Kleist zerstört. Den Kampf gegen die Stasi in der DDR hat er gewonnen (sie wollte die Öffnung des Hauses verhindern), den Kampf gegen Egoismus, Gier und Neid einiger Kirchenratsmitglieder scheint er verloren zu haben. Das macht wütend.
Mittlerweile sah sich die Kirche durch die Flut entrüsteter Briefe und Anrufe gezwungen, eine Weiterführung des Hauses anzustreben. Und ihre gemachten Äußerungen in diesem Zusammenhang abzumildern. Nun müssen den Worten auch Taten folgen.
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