Schulneubau im Paradies: Vom Klassenzimmer auf Saale und Kernberge schauen

Jena: UniverSaale | Kurz nach den Herbstferien bezogen die freie Ganztagsgrundschule STEINMALEINS und die freie Gesamtschule UniverSaale den Neubau auf der Rasenmühleninsel. Ende November war Tag der offenen Tür, den viele Bürger nutzten, um den ungewöhnlichen Schulneubau zu besichtigen.

Die in diesem Jahr eingeschulten Grundschüler, die in den ersten Wochen übergangsweise noch in Lobeda-Altstadt unterrichtet wurden, müssen den Rest ihrer Schulzeit nicht mehr umziehen. Am neuen Standort im Paradies können sie bis zur zwölften Jahrgangsstufe bleiben. Die Gesamtschule bietet alle denkbaren Abschlüsse an. Und der Querwege e.V. denkt mit seinem integrativen Konzept noch weiter: Für ehemalige Schüler mit Förderbedarf will man Ausbildungsplätze schaffen im hauseigenen Hotelbetrieb. Ein Flügel des Neubaus bietet dann Zimmer mit Saaleblick und Ausbildungschancen für Leute mit Handicap.

Den Blick auf die Saale und die Kernberge dürfen auch die meisten Schüler genießen. Die Unterrichtsräume wurden mit Blick zum zur Saale offenen Innenhof gebaut, der jetzt noch eine Baustelle ist und auf dem für die Grundschüler ein Spielplatzbereich entstehen soll. Die langen Flure schirmen die Unterrichtsräume Richtung Bahndamm ab. Von den vorbeifahrenden Zügen und den Autos auf der B 88 ist im Gebäude nichts zu hören.

Am Tag der offenen Tür vermischte sich im Schulgebäude der Geruch von frischer Wandfarbe mit dem der Süßigkeiten, die an den weihnachtlichen Basarständen den Gästen angeboten wurden. Eine weitere Geruchsnote kam am Eingang des Grundschulbereichs hinzu: Hier mussten die Gäste die Schuhe ausziehen oder blaue Schutzfolien überziehen. Man wollte vermeiden, dass die Gäste zu viel Dreck von der Baustelle reinschleppten.

Die Räume der Grundschule sind hell und großzügig. Wenn die Trenntüren zwischen den einzelnen Gruppenräumen geöffnet sind, entsteht ein riesiger Spiel- und Freizeitbereich. In den oberen Etagen waren Facharbeitsräume zu besichtigen. Im Chemieraum wurde ein Experiment vorgeführt: Wie bekommt man die Farbe aus der Cola? Im Vorbereitungsraum stapelten sich die Kartons, in denen vor kurzem die neuen Unterrichtsmaterialien angeliefert wurden. Der Physikraum nebenan erschien noch völlig unberührt. Alles duftete neu.


Die erste Bewährungsprobe bestand das Schulgebäude schon während seiner Bauzeit: Während das Juni-Hochwasser die Oberaue mit dem Stadion und den USV-Sportanlagen komplett unter Wasser gesetzt hatte, gab es auf dem Bauplatz auf der Rasenmühleninsel direkt an der Saale keine Schäden. Offenbar helfen Flurnamen bei einer sicheren Standortsuche.
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Hannelore Grünler aus Artern | 05.12.2013 | 20:24  
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Gabriele Wetzel aus Zeulenroda-Triebes | 05.12.2013 | 21:06  
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Birgit Muncke aus Gera | 30.12.2013 | 10:03  
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