„Wir sind eine Vorzeige-Feuerwehr“

Sebastian Lorenz (27), stellvertretender Stadtbrandmeister von Stadtroda. Vater und Großvater sind ebenfalls bei der Freiwilligen Feuerwehr. Foto: Friedhelm Berger (Foto: Friedhelm Berger)
STADTRODA. Die Freiwillige Feuerwehr Stadtroda feiert vom 14. bis 23. September ihr 150-jähriges Bestehen. AA-Mitarbeiter Friedhelm Berger sprach mit Sebastian Lorenz (27), dem Stellvertretenden Stadtbrandmeister, über die geplanten Jubiläumsfeierlichkeiten, aktuelle Einsätze im ersten Halbjahr 2012 und seine besonderen Wünsche…

Welche Höhepunkte sind zu den Jubiläums-Feierlichkeiten geplant?
Unter anderem ein großer Feuerwehrball mit den „Oberlandbuben“ aus dem Vogtland am 15. September im Schützenhaus, Wettkämpfe im Löschangriff am 16. September auf dem Parkplatz Roda-Markt, eine Festsitzung der Feuerwehr am 22. September, ebenfalls im Schützenhaus, und ein großer Festumzug am 23. September durch die Stadt – mit der Feuerwehr unserer Partnerstadt Homberg/Ohm.

Wie viel Mitglieder hat die Stadtrodaer Feuerwehr?
Die Einsatzabteilung hat im Jubiläums-Jahr eine Stärke von 45 Mann. Hinzu kommen drei Frauen. Sie alle sind uneigennützig zum Schutz und zur Sicherheit der Mitmenschen tätig. Außerdem haben wir – und das ist außerordentlich erfreulich – eine 36 Mitglieder starke Jugendfeuerwehr. Unsere Alters- und Ehrenabteilung besteht aus 12 Kameradinnen und Kameraden.

Welche Bedeutung hat die Wehr innerhalb des Saale-Holzland-Kreises?
Wir sind eine von sechs Stützpunktfeuerwehren im Landkreis und als solche eine absolute Vorzeige-Feuerwehr mit hervorragend ausgebildeten Kräften. Unser Einsatzgebiet erstreckt sich auch auf die Autobahn A4, angefangen von der Behelfsauffahrt Podelsatz bis zum Hermsdorfer Kreuz und von der Abfahrt Quirla bis Jena. In Kindergärten und Schulen geben wir Unterricht zum Thema Brandschutz.

Auf welche Fahrzeuge sind Sie besonders stolz?
Uns sind insgesamt 12 Fahrzeuge anvertraut. Prunkstück ist unsere DLK 23-12, unsere 30 Meter hohe Drehleiter. Stolz bin ich auch auf unser Tanklöschfahrzeug S4000 aus den 70er Jahren – ein Traditionsfahrzeug für besondere Feuerwehr-Festlichkeiten.

Wie sieht denn die Einsatz-Bilanz im ersten Halbjahr 2012 aus?
19 Brandeinsätze, 37 Hilfeleistungen, 36 Dienste und Übungen und sechs Fehlalarme. Insgesamt waren wir 110,5 Stunden im Einsatz. Gott sei Dank alles nur Routine-Fälle.

Welche Probleme machen der Stadtrodaer Feuerwehr zu schaffen?
Zum Glück haben wir keine großartigen Probleme. Unsere Einsatzabteilung – sie hat ein Durchschnittsalter von 35 Jahren – ist hervorragend ausgebildet und motiviert. Wir haben eine moderne Einsatzzentrale. Was die Technik angeht, sind wir auf dem neuesten Stand. Und dank unserer engagierten Jugendfeuerwehr, die bereits sieben Mal Kreismeister im Wettbewerb der Deutschen Jugendfeuerwehren wurde, haben wir keine Nachwuchssorgen.

Was wünschen Sie sich zum Feuerwehr-Jubiläum?
Dass unsere Festveranstaltungen gut besucht sind und wir während der Feierlichkeiten nicht zu spektakulären Einsätzen gerufen werden. Außerdem wünsche ich mir, dass die Arbeitgeber auch künftig hinter unseren Feuerwehr-Frauen und -Männern stehen und sie für ihre Einsätze freistellen. Danken möchte ich an dieser Stelle besonders unseren Familienangehörigen oder Partnern, die wegen Feuerwehr-Aktivitäten oftmals große Entbehrungen auf sich nehmen müssen.

Interview: Friedhelm Berger
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