Ministerium lobt Regelschulprojekt des Unstrut-Hainich-Kreises

MÜHLHAUSEN. „Schüler müssen gut informiert und motiviert sein, Berufspraxis unmittelbar erleben und erproben können, um eine gut durchdachte Berufswahl treffen zu können und ihre Ausbildung später auch erfolgreich abzuschließen. So wirken wir dem Fachkräftemangel so früh es geht entgegen“, erklärte Landrat Harald Zanker.

Kooperationen zwischen Regelschulen und berufsbildenden Schulen dienen im Unstrut-Hainich-Kreis seit Jahren der Verbesserung der Berufsvorbereitung und Orientierung.

Was zunächst als Modellversuch mit dem Namen „Berufsorientierung und Stärkung der Ausbildungsbereitschaft“ im Jahr 2009 begann, entwickelte sich dank der Unterstützung des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur binnen kurzer Zeit zu einem auf fünf Jahre befristeten Pilotprojekt.

Jährlich finden seitdem Beratungstermine im Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur mit den Schulleitern der betreffenden Regel- und berufsbildenden Schulen, sowie Vertretern des Staatlichen Schulamtes und des Schulträgers Unstrut-Hainich-Kreis statt.

Dr. Christian Kindervater, Abteilungsleiterin im Bildungsministerium, hatte am 19. September 2013 eingeladen, um mit Vertretern der am Projekt beteiligten Regelschulen als auch mit Pädagogen der Berufsbildenden Schulen sowie dem Schulträger ins Gespräch zu kommen. Alle Beteiligten berichteten ausnahmslos positiv über ihre Erfahrungen mit dem Projekt. Auch von den Eltern gäbe es immer wieder Lob und Anerkennung für diese Initiative, was sich in Äußerungen wie: „Eine bessere Vorbereitung auf die Berufswahl unserer Kinder können wir uns nicht vorstellen“ ausdrückt.

Auf den Lehrplan der Regelschulen abgestimmt, absolvieren die Schüler der 8. und 9. Klassen Praxisunterricht an den Beruflichen Schulen in insgesamt 12 bzw. 13 Berufsfeldern.

In vier bzw. fünf Berufsfeldern werden die Schüler an der Berufsbildenden Schule für Gesundheit und Soziales mit den verschiedensten Berufsfeldern vertraut gemacht und können dabei erproben, ob ein Beruf in dieser Ausrichtung für sie zukünftig in Frage kommen könnte. Die Regelschule Petri aus Mühlhausen sowie die Regelschule in Schlotheim nutzen dieses Angebot , an dem insgesamt 62 Schüler in diesem Schuljahr teilnehmen.

Im Berufsschulzentrum in Görmar werden acht Berufsfelder aus dem Handwerk angeboten. In diesen Berufsfeldern erproben sich die Schüler der 8. und 9. Klassen der Regelschulen Ammern und Heyerode, sowie der Regelschulen „Thomas Müntzer“ und Forstberg aus Mühlhausen. Insgesamt können hier 200 Schüler ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten testen und erkennen, in welchen Berufszweigen sie nach erfolgreichem Abschluss der Regelschule tätig sein möchten und damit gezielt eine Berufausbildung anstreben.
Alle Beteiligten erleben das Regelschulprojekt , dass in den nächsten fünf Jahren weitergeführt wird, als vollen Erfolg.
Was die jährlichen Bildungsmessen die Mühlhausen und Bad Langensalza sowie der „Schichtwechsel“ in Schlotheim nur als Momentaufnahme vermitteln können, wird in diesem Projekt für die Schüler real und nachvollziehbar.

Von den Mitarbeitern des Bildungsministerium gab es dafür ebenfalls eine sehr gute Bewertung. Die Initiativen im Unstrut-Hainich-Kreis seien durchaus beispielgebend und zukunftsweisend.

Mittlerweile hat sich das Regelschulprojekt im Landkreis zu einem Selbstläufer entwickelt und es ist aus der Bildungslandschaft des Kreises nicht mehr wegzudenken. Dieser Erfolg jedoch basiert auf einer hervorragenden Zusammenarbeit aller, die die Notwendigkeit einer frühen Berufsorientierung erkannt haben. Von entscheidender Bedeutung sind nicht zuletzt engagierte und interessierte Lehrer, die sich intensiv mit der inhaltlichen und organisatorischen Umsetzung des Projektes beschäftigen. Natürlich sind mit der Realisierung des Projektes auch Kosten verbunden, z. B. für die Schülerbeförderung. Ein besonderer Dank geht i diesem Zusammenhang an die Bürgerstiftung Unstrut-Hainich, die das Regelschulprojektes seit Beginn tatkräftig unterstützt.

Natürlich dankten die Vertreter aus dem Unstrut-Hainich-Kreis auch dem Thüringer Ministerium für Bildung Wissenschaft und Kultur, das unkonventionelle Wege beschritten hat, so dass auch Lehrer aus dem Bereich der Berufsbildenden Schulen als Fachlehrer für die einzelnen Berufsfelder Regelschüler unterrichten können.
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