Oberbürgermeister fordert Elektrifizierung des Mühlhäuser Abschnitts der Mitte-Deutschland-Bahnverbindung

MÜHLHAUSEN. Einen verstärkten Einsatz zur Weiterentwicklung der Bahnstrecke Gotha – Mühlhausen – Leinefelde fordert der Oberbürgermeister der Stadt Mühlhausen, Johannes Bruns. Per Brief bittet er den Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow um Unterstützung, um die Potentiale der Strecke auszuschöpfen und weiterzuentwickeln.

„Die Bahnverbindung ist von enormer Bedeutung für Mühlhausen beziehungsweise den gesamten Raum Nordwestthüringen und neben der Bundesstraße 247 eine Lebensader für die Region. Das spiegelt sich eindrucksvoll in der steigenden Nachfrage auf der Strecke wider, auf die die DB Regio jüngst mit dem Einsatz größerer beziehungsweise mehr Triebwagen für den täglichen Pendlerverkehr reagiert hat“, so Bruns.

In seinem Schreiben, das auch die Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, Birgit Keller, sowie der Konzernbevollmächtigte für die Region Südost der Deutschen Bahn AG, Eckart Fricke, erhalten haben, fordert Bruns „mit Nachdruck“ die Umsetzung folgender Maßnahmen:
- die Elektrifizierung der 67 Kilometer langen Teilstrecke Gotha – Mühlhausen – Leinefelde der Mitte-Deutschland-Verbindung bis 2030
- die langfristige Aufrechterhaltung des durchgängigen Bahnverkehrs auf der Linie Gößnitz – Gera – Jena – Weimar – Erfurt – Gotha – Mühlhausen – Heiligenstadt – Göttingen (Regionalexpresslinie 1)
- den Einsatz eines beschleunigten Regionalexpresses von Heiligenstadt nach Erfurt zu den Hauptverkehrszeiten von Montag bis Freitag mit Zwischenhalten nur in Leinefelde und Mühlhausen unter Nutzung der „Gothaer Kurve“, um den (Berufs-) Pendlerverkehr nach Erfurt zu verbessern

„Angesichts der erfreulicherweise inzwischen beschlossenen Elektrifizierung des Streckenteils Weimar – Gößnitz bis 2030 ist es an der Zeit, die Bemühungen für den Abschnitt Gotha und Leinefelde zu verstärken, dem gemäß Bundesverkehrswegeplan 2030 die gleiche Bedeutung zuerkannt wird. Denn nur so wird es möglich sein, den Personen- und Güterverkehr zwischen Kassel beziehungsweise Göttingen und Erfurt durchgängig führen zu können – und darüber hinaus die Anbindungen an das Ruhrgebiet, in Richtung Hamburg/Bremen sowie Ostthüringen/Westsachsen zu gewährleisten“, so Bruns.

Gelinge die Umsetzung nicht, sei zu befürchten, dass die Regionalexpresslinie 1 Gößnitz –Göttingen aufgrund der Lücke im elektrifizierten Bahnnetz nicht mehr wirtschaftlich und damit in Gefahr sei. „Dann würde wohl auch die bis dato vorgesehene Wiederaufnahme des Fernverkehrs mit einer Direktverbindung zwischen Erfurt und Hamburg über Mühlhausen und Göttingen, wie es sie bereits vor der Teilung Deutschland gegeben hat, ad acta gelegt – obwohl die Voraussetzungen dafür mit dem Bau der Gothaer und Eichenberger Kurve sowie der Ertüchtigung des Streckenabschnitts Gotha – Leinefelde auf Geschwindigkeiten bis 160 km/h bereits geschaffen worden sind. Einzig die Elektrifizierung fehlt noch“, betont der Mühlhäuser Oberbürgermeister.
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