Runder Tisch zu Flüchtlingsunterbringung im Unstrut-Hainich-Kreis gegründet

MÜHLHAUSEN. Ein runder Tisch zum Thema Flüchtlinge und deren Unterbringung ist am Dienstagabend in Mühlhausen gegründet worden. Ihm gehören Vertreter von Vereinen, freien Trägern, Kommunen, Verwaltungen, Polizei und Parteien an. "Wir wollen auf die aktuellen Entwicklungen reagieren und die Willkommenskultur im Landkreis verbessern", sagte Landrat Harald Zanker am Mittwoch (14.01.15) in Mühlhausen. Er hatte zu dieser Auftaktveranstaltung eingeladen.

„Der Unstrut-Hainich-Kreis wird in den kommenden Monaten und Jahren absehbar weitaus mehr Flüchtlinge aufnehmen müssen als bisher", erklärte Horst Busch von der Ausländerbehörde des Kreises. Derzeit seien 322 Flüchtlinge in Mühlhausen untergebracht. Davon 229 lebten in der Gemeinschaftsunterkunft im Mühlhäuser Ortsteil Felchta, weitere elf Familien aus 93 Personen in Wohnungen, den so genannten Einzelunterkünften. Die Asylbewerberzahl könne im Jahresverlauf auf 600 und zum Jahresende auf bis zu 1.000 Asylsuchende ansteigen. Das erfordere ein breit getragenes Unterbringungs- und Unterstützungskonzept für den Landkreis.

Um diesen neuen Herausforderungen gerecht zu werden, haben sich 35 Vertreter unterschiedlicher Organisationen und Vereine sowie Interessenvertretungen, der Städte und Gemeinden, den zuständigen Stellen des Landkreises (Sozialbehörde, Gesundheitsamt, Sicherheit und Ordnung, Jugendamt, Schulamt) und freien Trägern der Jugend- und Sozialhilfe zu einem ersten Gedankenaustausch getroffen und regelmäßige Treffen vereinbart.

Ziel der neu gegründeten Plattform sei es, gemeinsam bestmögliche Rahmenbedingungen für die Flüchtlinge zu schaffen, kontinuierlich im Austausch und Dialog zu bleiben sowie Probleme zeitnah zu erkennen und zu bearbeiten. Die Flüchtlinge sollen mit einbezogen werden. Der nächste runde Tisch soll am 26. Januar . im Audimax der Beruflichen Schulen in Görmar stattfinden. Dort sollen Arbeitsgruppen zu einzelnen Themen gebildet werden. Bereits am 19. Januar . will der Kreisausschuss über die Vergabe einer weiteren Gemeinschaftsunterkunft entscheiden. Auf die Ausschreibung hat es nur einen Bewerber aus dem Landkreis gegeben.
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