09. November 1989: Mut der Menschen brachte den Fall der Mauer

Anläßlich des 27. Jahrestages des Mauerfalls erinnert Landtagsabgeordnete Annette Lehmann (CDU) in einer Pressemitteilung an dieses bedeutende Ereignis der jüngsten deutschen Geschichte.

" Mehr als 870 Menschen verloren in der Zeit von 1961 bis 1989 beim Versuch der Überwindung der innerdeutschen Grenzanlagen ihr Leben. Diese Menschen und deren Angehörige dürfen in unserer schnelllebigen Zeit nicht vergessen werden", so Annette Lehmann und bezog sich dabei auf Zahlen der Zentralen Erfassungsstelle Salzgitter. Die Aufarbeitung zu der Zahl der Opfer sei aber immer noch nicht abgeschlossen.

Bereits im Sommer des Jahres 1989 waren viele Menschen über Ungarn und die Botschaft der BRD in Prag geflohen. Friedliche Massendemonstrationen in allen Städten, so auch am 04. November mit Hunderttausenden in Berlin, zeigten der greisen SED-Führung, dass die Bürger mutig und entschlossen ihre Forderungen nach Freiheit und Demokratie endlich durchsetzen wollten.

Ganz offensichtlich unter dem Druck der Bürger auf den Strassen, verkündete Günter Schabowski während einer Pressekonferenz am Abend des 9. November 1989 „Reisefreiheit ab sofort, unverzüglich“. " Diese Nachricht ging blitzschnell um die Welt und viele Berliner machten sich direkt auf den Weg zu den Grenzübergängen nach Westberlin. Hier wurde der Ansturm so groß, dass schließlich alle Grenzübergänge geöffnet wurden. Damit war der erste, unumkehrbare Schritt zur deutschen Einheit vollzogen.

Für uns Bürger der DDR begann ein Leben voller Veränderungen, großer Umstellungen und neuer Erfahrungen. Eigenverantwortung trat an die Stelle staatlicher Reglementierung. Demokratische Wahlen, Meinungs-, Reise- und Pressefreiheit sind heute selbstverständlich.

„Es ist unsere Verpflichtung, die Erinnerung an die friedliche Revolution wachzuhalten und an die junge Generation weiterzugeben. Demokratie und Freiheit sind eben keine Selbstverständlichkeit, sondern Eintreten für deren Erhalt ist eine Daueraufgabe für uns alle. Das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Bundesstiftung Aufarbeitung aber auch aktuelle Wahlergebnisse in anderen Bundesländern sowie rechte und linke Kräfte, die nicht auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, sollten uns alle darin bestärken, dies stets aktiv zu tun “, so die Landtagsabgeordnete Annette Lehmann zum Jahrestag des Mauerfalls.

Die Bundesstiftung Aufarbeitung hat vor wenigen Tagen eine Umfrage zum 9. November veröffentlicht: Sieben von zehn Deutschen kennen den 9. November 1989 als das markanteste Datum der Friedlichen Revolution. Bei einer repräsentativen Umfrage konnten 71 Prozent der Befragten den 9. November dem Fall der Berliner Mauer 1989 zuordnen. Die Quote richtiger Zuordnungen war in Westdeutschland mit 72 Prozent geringfügig höher als im Osten Deutschlands (67 Prozent).

Erfreulich ist, so die Stiftung, dass die überwiegende Mehrheit der Befragten weiß, dass 1989 an diesem Tag die Berliner Mauer gefallen ist. Man freue sich auch, dass eine große Mehrheit der Bevölkerung die Friedliche Revolution und ihre Folgen als ein positives Ereignis einordnet. Zugleich gäbe es noch Potenziale, wenn immerhin ein Viertel der Befragten die Bedeutung dieses für die deutsche und europäische Geschichte zentralen Datums nicht kennt.
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