Ehrung zum 327. Geburtstag von Johann Sebastian Bach

  Mühlhausen/Thüringen: Untermarkt | Heute, am 21. März, bei strahlendem Sonnenschein gedachten Oberbürgermeister Hans-Dieter Dörbaum, Bürgermeister Peter Bühner und Sozialdezernent Dr. Johannes Bruns dem 327.Geburtstag von Johann Sebastian Bach.
Im Beisein von Bürgern und Gästen der Stadt legten sie ein Blumengebinde am Denkmal des Komponisten und ehemaligen Organisten an Divi Blasii nieder.

Im Anschluss daran empfing Kreiskantor Oliver Stechbart die Besucher in der Divi-Blasii-Kirche mit einem kleinen Orgelwerk des berühmten Musikers.


Aus der Rede des Oberbürgermeisters zum 327. Geburtstag von Johann Sebastian Bach am Denkmal des bedeutenden Kirchenmusikers:

"Liebe Bachfreunde,
... seit zweieinhalb Jahren hat die Bachstadt Mühlhausen ihr würdiges Bach-Denkmal, das inzwischen zu den beliebtesten Fotomotiven der Gäste unserer Stadt gehört. Und es ist inzwischen schon zu einer kleinen Tradition geworden, dass der Mühlhäuser Oberbürgermeister hier an Bachs Geburtstag einen Geburtstagsstrauß nieder legt. Ich hoffe sehr, dass mein Nachfolger diese Tradition weiterführt, denn unsere Stadt darf stolz darauf sein, zu den Bach-Städten zu gehören. Nicht wenige Touristen honorieren das übrigens durch einen Besuch in unserer Stadt - nach Erhebungen der Tourist-Information rangiert Bach nach der historischen Altstadt immerhin auf Platz zwei der Gründe für einen Mühlhausen-Besuch.
Unser Denkmal erinnert daran: Als Bach 1707, gerade 22jährig, nach Mühlhausen kam, stand er noch ganz am Anfang seiner Laufbahn. Sicher war noch nicht abzusehen, welch gewaltige Bedeutung er für die internationale Musikgeschichte bleibend erlangen würde. Trotzdem möchte man den damaligen Mühlhäuser Stadtvätern, insbesondere seinem Förderer Bürgermeister Conrad Meckbach, schon einen gewissen Weitblick mit der Besetzung der Organistenstelle an Divi Blasii mit diesem jungen Musiker bescheinigen. Obwohl gerade ein verheerender Stadtbrand gewütet hatte, erhöhte man nämlich sein Entgelt beträchtlich gegenüber dem seines Vorgängers.

Bach, der noch in Mühlhausen eine Familie gegründet hatte, war auf Dauer hier nicht zu halten. Der Weimarer Herzogshof konnte ihm ein deutlich besseres Gehalt bieten, eine Summe, die in Mühlhausen sicher nicht zur Verfügung stand.
"Weil er nicht aufzuhalten" - mit dieser Begründung wurde sein Abschiedsgesuch positiv beschieden. Auch wenn Bachs Mühlhäuser Tätigkeit nur kurz währte, gemessen an seinen Jahren in Weimar, Köthen und insbesondere Leipzig, so kann Mühlhausen auf etwas doch ganz besonders stolz sein: Mühlhausen ist die einzige Wirkungsstätte Bachs, zu der er auch nach seinem Weggang ein freundlich-freundschaftliches Verhältnis bewahrte. Die Mühlhäuser wandten sich wiederholt an ihn. Sie beauftragten ihn auch mit der Komposition der Ratswechselkantaten für 1709 und 1710, die leider verschollen sind. 1735 besetzten sie die Organistenstelle an der Marienkirche mit seinem Sohn Johann Gottfried Bernhard. Und sie holten seinen Rat für den Orgelneubau in der Marienkirche ein.

Wir haben also allen Grund, Johann Sebastian Bach an seinem heutigen 327. Geburtstag dankbar zu gedenken. Dieser Blumengruß möge ein kleines Symbol für unser dankbares Erinnern sein. ....
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