Landrat besuchte traditionsreiches Bootslager bei Mirow

(Foto: LRA)
 
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MIROW/BADLANGENSALZA. Seit fünfzig Jahren reisen Kinder und Jugendliche aus dem Unstrut-Hainich-Kreis in den Sommermonaten in ein naturnahes Ferienlager in der Nähe von Mirow, direkt an einem herrlichen Mecklenburger See gelegen. Träger dieses schönen Bootscamps, das noch immer im Eigentum des Unstrut-Hainich-Kreises ist, ist der Kulturverein Stadtmauerturm e.V. Bad Langensalza. In der zweiten Ferienwoche besuchte Landrat Harald Zanker das Bootscamp Mirow, um sich persönlich davon zu überzeugen, in welchem Zustand die Zweckbauten sind und wie zufrieden Kinder und Betreuer mit den Gegebenheiten vor Ort sind.

Seitdem der Verein vor etwa zehn Jahren die Verantwortung für das Camp übernahm, wurde hier in Eigenleistung der Vereinsmitglieder viel modernisiert und erneuert. Die Elektro- und Sanitäranlagen wurden saniert, neue Fenster eingebaut, Fassaden und Dächer modernisiert. „Hier sind bei weitem keine Luxus-Herbergen, sondern solide Übernachtungsmöglichkeiten entstanden. Der besondere Reiz des mitten in der Natur gelegenen Bootscamps blieb erhalten“, stellte Landrat Zanker erfreut fest.

Besonders beeindruckte den Behördenleiter, wie sehr sich der Kulturverein Stadtmauerturm e.V. dafür engagiert, den Kindern erlebnis- und abwechslungsreiche Ferientage zu ermöglichen. Da alle Betreuer auf eine Entlohnung verzichten, können auch einkommensschwache Familien ihren Kindern eine Teilnahme am Bootscamp Mirow ermöglichen.

Als Landrat Harald Zanker am Abend des 23. Juli im Bootscamp eintraf, gestalteten gerade 41 Kinder, die am ersten Durchgang teilgenommen haben, ein humorvolles Abschlussprogramm. Am darauffolgenden Tag trafen 35 Kinder ein, die sich darauf freuten, die nächsten zehn Tage Erholung, Abenteuer, Sport und Spiel in der einmalig schönen Umgebung der Mecklenburger Seenplatte genießen zu können.

Pro Jahr verbringen etwa 400 Kinder und Jugendliche unbeschwerte Ferientage und Klassenausflüge im Bootscamp Mirow. Neunzig Prozent davon kommen aus dem Unstrut-Hainich-Kreis.

Aufgrund des ausgezeichneten Rufes, den das Ferienlager genießt, fällt es dem Verein bislang nicht schwer, ehernamtliche Betreuer zu gewinnen. Besonders beliebt ist das Bootscamp bei 16- bis 18jährigen, die sich hier als Helfer engagieren und sich zum Betreuer qualifizieren lassen können.

Der Träger legt große Wert darauf, den Kindern nicht nur Sport, Spaß und Erholung zu bieten, sondern mit speziellen Bildungs- und Erlebnisangeboten für Abwechslung zu sorgen. So stand der erste Durchgang unter dem Motto „Naturvölker“, momentan wird das Thema „Weltenbummler“ vertieft.

„Hier wurden zweifellos sehr gute Rahmenbedingungen geschaffen. Besonders beeindruckte mich jedoch das enorme persönliche Engagement der Betreuer und Helfer vor Ort und mit wie viel Freude und Begeisterung die Kinder die unterschiedlichen Freizeitangebote annehmen“, erklärte Landrat Harald Zanker.

Er hofft sehr, dass das Landesverwaltungsamt der Veräußerung des Bootslagers durch den Unstrut-Hainich-Kreis an den Kulturverein Stadtmauerturm e.V. für einen symbolischen Preis zustimmen wird. Dazu gibt es einen vor zwei Jahren gefassten Kreistagsbeschluss.
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