CDU-Unternehmerstammtisch besuchte Druckerei Erdenberger

Firmeninhaber Christian Erdenberger mit Annette Lehmann, MdL, und Staatssekretärin Inge Klaan
 
Beim Rundgang durch die Druckerei Erdenberger
Schlotheim: Druckerei Erdenberger | Staatssekretärin Klaan zu Fragen der Landesentwicklung - Strategiepapier wird erabeitet

SCHLOTHEIM. Gemeinsam mit dem Firmeninhaber Christian Erdenberger hatte die CDU-Landtagsabgeordnete Annette Lehmann zu ihrem Unternehmerstammtisch diesmal in die Druckerei Erdenberger nach Schlotheim eingeladen. Besonderer Gast war am Donnerstagabend Inge Klaan, Thüringer Staatssekretärin für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, die erst seit einigen Monaten im Amt ist.
Rund 20 Unternehmer aus der Region waren der Einladung gefolgt. „Mit Politikern und auch untereinander ins Gespräch kommen und sich gegenseitig besser kennenlernen, ist das Konzept unserer Unternehmergespräche. Wenn dabei die ein oder andere Geschäftsbeziehung angebahnt wird – umso besser.“, begrüßte Lehmann die Gäste. Beim Rundgang hatte Christian Erdenberger Gelegenheit sein modernes, aber traditionsreiches Unternehmen vorzustellen. Erst 2009 war die Druckerei in den ehemaligen Verkaufsmarkt am Rande der Stadt umgezogen. Zuvor war das Unternehmen seit 1885 in einem Fachwerkgebäude untergebracht. Seit der Gründung liegt das Hauptgeschäft bei Drucksachen für Gewerbe, aber auch private Drucksachen in kleinen Auflagen werden bis heute gedruckt.
Eng verbunden ist die Unternehmensgeschichte der Druckerei mit der Schlotheimer Zeitung. Christian Erdenberger hat die Firma schon kurz nach seiner Ausbildung im Jahr 1987 übernommen. Nachdem bis 1990 die Materialbeschaffung das Hauptproblem war, änderte sich dies schlagartig. Die Auftragsaquise ist seit dem das Wichtigste. Die Konkurrenz von Internetdruckereien sei immer mehr spürbar. Mit Qualität und Service habe er, besonders im Bereich von kleineren Auflagen, seinen Produktbereich als Dienstleister gefunden. Acht Mitarbeiter unterstützen ihn dabei. Am alten Standort befindet sich noch ein Buchgeschäft und im Keller ein kleines Druckerei-Museum.
Wohin entwickelt sich Thüringen und wie geht es weiter in der Energiepolitik? Die Fragen der Unternehmer zeigten, dass ihr Blick weit über die eigene Firma hinausgeht. Staatssekretärin Klaan, war als gelernte Bauingenieurin, langjährig in der Kommunalverwaltung Nordhausen tätig. Dies ermögliche ihre heutige Arbeit im Ministerium mit dem Blick aus der Praxis zu beurteilen. Sinkende Bevölkerungszahlen und ein anhaltender Zug von den Dörfern in die Städte seien bei der Erarbeitung eines Landesentwicklungsplanes zu berücksichtigen. Zu den regionalen Vorhaben sagte sie, der Fußgängerüberweg in Bad Tennstedt werde gebaut und die Umgehungsstraße für Großengottern sei im Moment durch einen Anlieger ausgebremst. Schwerpunkte, wie quartiersweise Energielösungen, energetische Gebäudesanierung und Bauwerkserhaltung statt Neubau, werden in ein Strategiepapier für Thüringen Eingang finden. Im Blick auf diskutierte Gebietsreformen gehe sie davon aus, dass künftig Zusammenarbeitsmodelle auf vielen Ebenen entstehen. Die Situation der Unternehmen in Thüringen betreffend gab es eine rege Diskussion um Standortfragen, Konkurrenzsituation, niedrige Löhne, niedrige Renten bis hin zur Altersarmut. Die Finanzsituation des Unstrut-Hainich-Kreises und deren Ursache wurden ebenfalls diskutiert. Fehlende Fachkompetenz an der Spitze und falsche Entscheidungen im Blick auf die Ausgaben seien die Hauptursache, so die Staatssekretärin. Es gebe aber Beispiele, wo es gelungen sei, solche Probleme in den Griff zu bekommen.
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