Chance für politischen Neuanfang nutzen

Mühlhausen/Thüringen: CDU Mühlhausen | MÜHLHAUSEN. Das CDU-Stadtgespräch am Donnerstagabend (7. Juni 2012) stand weitgehend im Zeichen der kürzlich stattgefundenen Wahlen und der aus dem Ergebnis zu ziehenden Schlussfolgerungen. Die unterschiedlichen Auffassungen zu den Ursachen des Wahlergebnisses und zur weiteren Arbeit hatten bereits zu einem Wechsel an der CDU-Fraktionsspitze geführt.
Obwohl generell die richtigen Themen angesprochen wurden, sei es nicht gelungen, darüber eine höhere Wahlbeteiligung und Zustimmung zu sichern. Erfreulich nannte Oberbürgermeisterkandidat Volker Bade, dass sich gerade viele junge Leute im Wahlkampf engagiert haben. Fehlende langfristige strategische Überlegungen hätten letztlich zur heutigen Situation geführt. Stadtverbandsvorsitzender Tobias Kühler wehrte sich gegen den Vorwurf mangelnder Unterstützung für den Kandidaten. Nach einer hochemotionalen Diskussion mahnte Elke Holzapfel jetzt konzentrierte Sacharbeit im Stadtrat an. Die von ihr vorgeschlagene neue Fraktionsvorsitzende Ines Goldmann sei dafür genau die Richtige. Mit guter Arbeit für die Stadt Mühlhausen werde die Voraussetzung für ein besseres Ergebnis bei den nächsten Wahlen geschaffen. Dazu gehöre auch die Zusammenarbeit in Sachfragen mit den anderen Fraktionen des Stadtrates. Von einem Koalitionsvertrag könne jedoch keine Rede sein. Grundlage der Politik sei das Wahlprogramm und die darin definierten Ziele.

Spannende Informationen zum Militäreinsatz in Afghanistan

Hauptfeldwebel Carl Schäfer war als Berufssoldat im vorigen Jahr rund fünf Monate in Afghanistan. Über seinen Einsatz in einer Recovery Task Force, einer so genannten schnellen Bergetruppe, berichtete er beim CDU-Stadtgespräch. Ein sicheres Umfeld schaffen, damit sowohl afghanische Staatsorgane als auch ausländische Organisationen arbeiten können, sei die Aufgabe. Dem Einsatz voraus ging eine neunmonatige Zusatzausbildung in Deutschland. Die Arbeit in der Instandsetzungskompanie bei mehr als 60 Grad Celsius am Tag und nachts um 25 Grad Celsius, dazu die Unterbringung auf engstem Raum und durchaus komplizierte hygienische Verhältnisse fordern physisch und psychisch alles von den Soldaten. Fahrzeuge, Ausrüstung, auch über die Bewaffnung erzählte Schäfer spannend und flüssig. Erst als er von der Begegnung mit einem kleinen Mädchen berichtet, wird seine Stimme leiser und stockend. Die Landschaften, aber vor allem die Einblicke in das Leben der Menschen haben bleibende Eindrücke hinterlassen. Da viele Menschen dort nicht lesen und schreiben können und somit keine Möglichkeiten haben, sich zu informieren, gilt für sie nach wie vor das Wort ihres Dorfältesten. Schulen bauen, damit die Kinder eine Chance haben, ihr Leben selbst zu bestimmen, ist eine Grundlage für die Entwicklung der Gesellschaft. Wie gut die Soldaten die Erlebnisse ihres Einsatzes verarbeiten, hänge nach seiner Auffassung weitgehend davon ab, für wie notwendig und sinnvoll der Einzelne den Einsatz hält.
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