Diedorfer Schandfleck verschwindet

Betriebsleiter Christian Weimann (Habö Metall GmbH), Landrat Harald Zanker, Geschäftsführer Marko Hesse (Habö Metall GmbH), Bürgermeister Andreas Henning, Uwe Apel (Schul- und Büromöbel) und Christian Müller vor der künftigen Produktionshalle. (Foto: Landratsamt Unstrut-Hainich-Kreis)
DIEDORF. Eine Bauruine in Diedorf gehört schon bald der Vergangenheit an. Landrat Harald Zanker übergab jetzt in Beisein von Bürgermeister Andreas Henning an Marko Hesse, Geschäftsführer der habö Metall GmbH, und Christian Weimann, Betriebsleiter der habö Metall GmbH die Genehmigung für den Ausbau der ehemaligen ESDA-Produktionshalle. Dort will sich der metallbearbeitende Betrieb, der derzeit noch in der Diedorfer Kirchrainstraße zu finden ist, ansiedeln. Etwa ein Drittel der Halle wird künftig von der Firma „Apel-Schulausstattung“ aus Wendehausen genutzt. Unternehmer Uwe Apel war ebenfalls vor Ort, als die Baugenehmigung überreicht wurde.

Bei dem Objekt handelt es sich um die in der Wendezeit fertiggestellte Rohbauhalle der ehemaligen ESDA-Strumpffabrik. Die Räumlichkeiten blieben bis heute ungenutzt, da das DDR-Traditionsunternehmen 2008 seine Produktion einstellte. In Zukunft sollen auf etwa 5.000 Quadratmetern Nutzfläche Büro-, Produktions- und Lagerbereiche entstehen. Die habö Metall GmbH produziert Dreh- und Frästeile für die Maschinenbau- und Automobilindustrie sowie für die Medizintechnik und den Werkzeugbau.

Etwa 1.400 Quadratmeter von der Gesamtfläche nutzt die Firma Apel für Büroräume, Produktions-, Versand- und Lagerflächen. Das Unternehmen stattet bundesweit Schulen Kindergärten und Büroräume mit Möbeln, Garderoben, Schultafeln und Zubehör aus. Für den „Kinderfreundlichen Landkreis“ übereichte Uwe Apel einen mit bunter Kreide gefüllten Eimer an den Landrat. Auch Privatkunden können im Internet unter www.apel.de Schul- und Malkreide bestellen.

Landrat Harald Zanker bei der Übergabe: „Damit verschwindet für die Gemeinde ein mehr als 20 Jahre lang ungenutzter Schandfleck am Ortseingang. Der Bauantrag der habö Metall GmbH ging Ende letzten Jahres im Fachdienst Bau und Umwelt ein. Hauptknackpunkt war bei der Prüfung die Schallimmissionsprognose, da das Gelände von einer umfassenden Wohnbebauung umgeben ist. Nachdem alle Auflagen zum Schallschutz im Bauantrag berücksichtigt wurden, gibt es nun grünes Licht für die Umnutzung. Das Gebäude wird nach der neusten Energieverordnung (EnEV) und unter Einhaltung der geforderten Schallimmissionswerte gebaut, die Produktion nach ISO-Qualitäts-Standards und Umweltzertifikaten ausgerichtet.“

„Die Verlagerung unseres Standortes auf das neue Gelände bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Dort werden wir sowohl die Arbeitsabläufe als auch den Maschinenpark weiter optimieren und auf diesem Weg unsere Produktionspalette sowie -kapazität ausbauen. Gleichzeitig soll unser Angebot um den Bereich Balkonbau erweitert werden. Auch die momentane Belegschaft von 30 Mitarbeitern soll perspektivisch aufgestockt werden“, betonte Hesse. Schon jetzt sucht das Unternehmen dringend neue Arbeitnehmer – vom Azubi bis zum Schichtleiter sind verschiedene Stellen ausgeschrieben. Interessierte finden genauere Informationen auf der Homepage der habö Metall GmbH unter www.haboe-metall.de.
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