Katzenplage in der Nachbarschaft: Bis zu 14 Tiere unbeaufsichtigt gehalten – 1.000 Euro Zwangsgeld für Rentnerin aus Bad Langensalza

Von Carola Mühlner

MÜHLHAUSEN. Geruch und Dreck - verursacht durch eine Katzenplage - haben ein Ehepaar aus Bad Langensalza bewogen, Klage beim Amtsgericht einzureichen. Bis zu 14 Katzen zählten sie. Die Vierbeiner waren oft auch bei ihnen auf dem Balkon. Die Belästigung durch Kot und anderen Schmutz war 2007 nicht mehr erträglich und sie mit ihrer Geduld am Ende.

Bei einem Ortstermin schaute sich die Zivilrichterin in Wohnung, Balkon und Garten um. Der Geruch wird ihr sicher noch lange im Gedächtnis bleiben. In der Gerichtsakte sind auf zahlreichen Fotos überunhaltbare Zustände dokumentiert. Um der Katzenliebhaberin entgegenzukommen, wurde auf ein Tierhalteverbot verzichtet, sondern ein Vergleich abgeschlossen.

Der sah eigentlich vor, dass sich zu keiner Zeit Katzen auf dem Balkon aufhalten dürfen. Wenn doch, musste dieser täglich kontrolliert und gereinigt werden. Es kam anders: Unverändert bewegten sich acht Katzen und weitere sechs von der Rasse "Maine Coon" auf dem Anwesen. Da der Balkon der Kläger direkt neben dem der Katzen"mutter" ist, änderte sich an den ursprünglich beklagten Zuständen nichts. Es roch weiterhin so stark, dass die Kläger nicht einmal mehr die Fenster öffnen konnten. Den Dreck, den die Katzen auf dem Balkon der Kläger hinterließen, mussten diese selbst wegmachen. Gegen die Nachbarin wurde wegen des Verstoßes gegen den Vergleich ein Zwangsgeld von 750 Euro verhängt. Sie bezahlte, änderte aber nichts an den Zuständen.

Weitere zwei Jahre später verhängte jetzt das jetzt zuständige Amtsgericht Mühlhausen weitere 1000 Euro Zwangsgeld gegen die Rentnerin. Um den Vergleichsinhalt durchzusetzen, hatten die Nachbarn einen Antrag gestellt. Die Beklagte erschien aber nicht zum Gerichtstermin und konnte deshalb keine Erklärung abgeben. "Geruch und Verschmutzung sind für die Nachbarn unzumutbar", begründete das Amtsgericht seine aktuelle Entscheidung. Die Katzen seien weiterhin unbeaufsichtigt, stellte der Zivilrichter fest. Wenn das so weiter geht, wird es richtig teuer für die Frau.
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