Muss i denn, muss i denn ... – Bürger sind aufgerufen, die Forderung nach Ausgleichsmaßnahmen im Unstrut-Hainich-Kreis mit ihrer Unterschrift zu unterstützen

In absehbarer Zeit wird in der Mühlhäuser Görmarkaserne der letzte Marsch geblasen. Derzeit werben Lokalpolitiker um Unterstützung der Bürger für ihre Forderungen nach Ausgleichsmaßnahmen.
Von Wolfgang Rewicki

MÜHLHAUSEN. Die Würfel, was den Bundeswehrstandort Mühlhausen angeht, sind berereits am 26. Oktober letzten Jahres gefallen. Wann aber der Abschiedsmarsch geblasen wird, das steht noch nicht fest. Im März, so weiß man es zumindest im Büro des Landrates, soll der Zeitplan bekannt gegeben werden.

Jetzt geht es um die Wurst. Jetzt muss entschieden werden, wie groß das Stück sein wird, das Mühlhausen vom Kuchen, der da Ausgleichsmaßnahmen heißt, abbekommt. Die Fraktionsvertreter des Mühlhäuser Stadtrates und des Kreistages haben sich auf einen Forderungskatalog verständigt, der den Verantwortlichen in Erfurt vorgelegt werden soll.

Sie hoffen auf eine breite Unterstützung der Bevölkerung. Denn die genannten Fraktionen haben eine Unterschriftenaktion initiiert und rufen alle Einwohner im Unstrut- Hainich-Kreis auf, mit ihrer Unterschrift die Forderungen der Lokalpolitiker zu unterstützen. Landrat Harald Zanker wünscht sich "wenigstens 20.000 Unter-schriften in einem zugegebenermaßen engen Zeitfenster". Im Klartext heißt das bis zum 28. Februar.

Dabei geht es ja insgesamt nicht nur um einen Ersatz für die zirka 820 wegfallenden Dienstposten in der Görmarkaserne. Es geht um Investitionen für Neuansiedlungen von Betrieben und Institutionen, das Vorantreiben der Ortsumgehungen Mühlhausen und Großengottern und Investitionen im Bereich Tourismus.

All diese Maßnahmen können zusätzlich für Aufträge in der Bau- und Dienstleistungsbranche in der Region führen und haben dadurch das Potenzial, bestehende Arbeitsplätze im Landkreis zu erhalten oder neu zu schaffen. In Betrieben, bei Versammlungen und Festveranstaltungen werden die Listen ausgelegt. Auch im Bürgerservice des Landratsamtes können Unterschriften geleistet werden.

Der Landrat erinnert an die Protestaktionen, die vor wenigen Jahren dazu geführt haben, dass Landgericht und Staatsanwaltschaft in Mühlhausen verbleiben konnten. "Wer nicht kämpft, hat schon verloren", ist auch für diese Aktion sein Motto.
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