Praha – die Türschwelle, war für viele DDR-Bürger der erste Schritt in die Freiheit

Gesprächsforum "25 Jahre Mauerfall in Europa" mit Dr. Neela Winkelmann, Mike Mohring, Christine Lieberknecht und Dr. Vojtech Belling
 
Reisegruppe um Elke Holzapfel während des Stadtrundgangs in Prag
Mühlhausen/Thüringen: Wahlkreisbüro Elke Holzapfel | 25 Jahre Maueröffnung in Europa –

Die 5. Pilgerreise der CDU-Thüringen führte vom 11. bis 13. April 2014 nach Prag.

Rund 400 Thüringer, darunter auch 50 Reisende aus dem Unstrut-Hainich-Kreis sowie die Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und der CDU-Fraktionsvorsitzende Mike Mohring und weitere Landtagsabgeordnete, erlebten ein voll gepacktes touristisches Programm mit einem hohen politischen und kulturellen Anspruch. Die Mühlhäuser Landtagsabgeordnete Elke Holzapfel kümmerte sich nicht nur um den reibungslosen Ablauf der Fahrt und das persönliche Wohl der Reisenden aus ihrem Wahlkreis, sondern war auch als politische Gesprächspartnerin sehr gefragt. Höhepunkt der Reise war der gemeinsame

Gottesdienst am Palmsonntag

im Prager Veitsdom mit Erzbischof Dominik Jaroslav Kardinal Duka. Die Wahl des diesjährigen Zielortes der Pilgerreise war auf Prag gefallen im Gedenken des 25. Jahrestages der Flucht mehrerer tausend DDR-Bürger in die Prager Botschaft der BRD im Jahr 1989. Nach Wochen des Wartens folgte, war der erste Schritt in die Freiheit über Praha, das heißt übrigens Türschwelle. Aber Prag war 1989 nicht nur geprägt durch verlassene DDR-PKWs, die die Straßen verstopften, sondern auch durch beginnende politische Demonstrationen, die überwiegend von Studenten, Künstlern und Geisteswissenschaftler initiiert waren, ausgehend von der Charta 77. Beim

Gesprächsforum „25 Jahre Maueröffnung in Europa“

am Samstagvormittag berichtete Dr. Neela Winkelmann wie sie selbst aus einer Gruppe Studenten durch einen Polizei-Offizier herausgezogen wurde, während ihre Kommilitonen zusammengeschlagen wurden. Ihr Rückblick auf das Jahr 1989 aus heutiger Perspektive lässt noch viele Probleme offen, die nach ihrer Auffassung nicht mit letzter Konsequenz entschieden worden seien. Für die Thüringer Ministerpräsidentin hatte rückblickend die Friedensbewegung innerhalb der Kirche bei der Entstehung der Bürgerbewegung in der DDR eine besondere Rolle gespielt, aber insgesamt sei die Entwicklung auch in Deutschland keineswegs konfliktfrei verlaufen. Dr. Vojtech Belling analysierte die Entwicklung in der tschechischen Republik von 1989 bis heute ausgehend einer antikommunistischen Haltung der Öffentlichkeit in den 90er Jahren über eine Liberalisierung bis hin zur Gleichgültigkeit und Verharmlosung der kommunistischen Zeit in diesen Tagen. Insbesondere in der Justiz hab es keine Vergangenheitsbewältigung gegeben. Die früheren Dissidenten seien in den Machtpositionen inzwischen durch so genannte “junge Experten“ ersetzt. Beide Podiumsteilnehmer engagieren sich aktiv in der Europapolitik. Die Pilgerreise der Thüringer wurde durch eine Stadtrundfahrt und einen Stadtrundgang durch die Altstadt komplettiert sowie eine abendliche Fahrt auf der Moldau. Viele Reiseteilnehmer nutzten die Gelegenheit mit der Ministerpräsidentin und den mitgereisten Landtagsabgeordneten ins Gespräch zu kommen. Die Pilgerreise als Möglichkeit der politischen

Bildung und Kommunikation

zwischen Politikern und Bürgern über Generationen hinweg, ist zweifellos ein Erfolgsmodell. Die Stadt Prag, mit ihren vielen historischen Sehenswürdigkeiten, hat sich, nicht zuletzt durch täglich tausende Touristen, zu einem Magneten im Zentrum Europas entwickelt. 16.04.2014
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