Sympathie-Gala im Festsaal des Münsterschen Rathauses

 

Klaus Meier, Initiator und bis heute Motor der Städtepartnerschaft zwischen Mühlhausen und Münster, hat mit der Organisation der Festlichkeiten aus Anlass der 25-jährigen Partnerschaft seiner Heimatstadt und seiner Wahlheimat seinem Engagement als Geschäftsführer des Vereins „Freunde Mühlhausens“ einen Höhepunkt gesetzt, der allen Anwesenden in lebhafter Erinnerung bleiben wird.

Als weithin sichtbares Zeichen der Wertschätzung empfing die Mühlhäuser Delegation die Stadtfahne Mühlhausens am Rathaus wehend neben der Fahne Münsters. Die Mühlhäuser Delegation mit dem Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns (SPD) und der Landtagsabgeordneten Elke Holzapfel (CDU) an der Spitze wurde verstärkt durch langjährige Mitglieder des Mühlhäuser Stadtrates, darunter auch der frühere Stadtratsvorsitzende Edgar Schmerbauch mit Frau Annelie sowie Herbert und Carola Fabisch, Erhard und Brigitte Gotschol sowie Ruthild Vetter.

25 Jahre Partnerschaft Mühlhausen-Münster

Die Mühlhäuser nahmen bereits am Nachmittag des 6. November 2015 an der Vernissage einer Ausstellung Mühlhäuser Künstler im Foyer Regierungspräsidiums im Freiherr-von-Stein-Haus teil. Werke von Mario Götting, Friedrich Helmstädter, Olaf Meinel, Karl-Heinz Vogeley und Reinhard Wand werden dort bis zum 20. November 2015 zu sehen sein. Unter Regie des Mühlhäuser Kulturbundes wird damit die Ausstellung der Künstlergruppe Part96 aus dem Vorjahr in der Jakobikirche in Mühlhausen erwidert. Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe begrüßte die Gäste dort mit besonders herzlichen Worten. Er nannte die Kunst ein besonders geeignetes Mittel der Freundschaft. Von Anfang an sei der Kunstaustausch zwischen den Partnerstädten sehr intensiv gewesen. Diese Ausstellung sei ein weiterer Schritt auf diesem Wege. Die Kunst habe auch im Stadtbild Münsters und im Alltag ihren festen Platz. Acht Museen in einer Entfernung von neun Minuten erreichbar, ist wohl einmalig.
Im historischen Friedenssaal des Rathauses von Münster wurde anschließend bei Kerzenbeleuchtung in feierlichem Rahmen der Unterzeichnung der Freundschaftsurkunde vom 14. September 1990 gedacht. Der Mühlhäuser Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns durfte sich in das Goldene Buch der Stadt Münster eintragen und aus dem Goldenen Hahn trinken. Ein Ritual, das nur ganz wenigen Ehrengästen vorbehalten ist. Der Hahn ist ein Symbol der Freiheit für die Stadt Münster weil ein fetter Hahn auf der Stadtmauer einst die Belagerer von der Sinnlosigkeit ihres Vorhabens überzeugt und so die Stadt gerettet habe. Oberbürgermeister Lewe betonte in seiner Festansprache die Symbolik der Mühlhäuser Fahne am Rathaus als Zeichen von etwas Kostbaren. Beide Oberbürgermeister sprachen aber auch von den aktuellen Herausforderungen unserer Zeit. Globale Veränderungen führten zu einer Verschiebung von Prioritäten. Lewe verglich die Kriegssituation von 1648 mit Hungersnot und marodierenden Truppen mit der heutigen Situation in Syrien. Trotzdem sei es damals gelungen, im Dialog mit Geduld und Toleranz zu Frieden zu kommen. Dr. Bruns wünschte, die Partnerschaft möge weiter wachsen und gedeihen. Lewe übergab als Geschenk die Faksimilè-Drucke der Friedensverhandlungen an den Mühlhäuser Oberbürgermeister, der als Gastgeschenk einen Korb mit Mühlhäuser Spezialitäten überreichte.

Höhepunkt der Feierlichkeiten war die abendliche Gala, zu der der Verein „Freunde Mühlhausens“ ein Gala-Journal herausgegeben hat, das die 25 Jahre Städtefreundschaft mit ihren Akteuren und Ereignissen würdigt. Mehr als 100 geladene Gäste waren der Einladung des Vereins gefolgt. Für die musikalische Begleitung sorgte am Flügel Lukas Fischer aus Effelder, Musikstudent im 5. Semester, mit Werken von Johann Sebastian Bach und Robert Schumann sowie auf Seiten Münsters die Blechbläsergruppe „Brassissimo“ der Westfälischen Schule für Musik mit Werken von George Gershwin und Chris Hazell.
In seiner Begrüßung erinnerte der scheidende Vorsitzende des Vereins „Freunde Mühlhausens“ Dr. Friedrich-Adolf Jahn an die Entstehung der Partnerschaft und die Gründung des Vereins. Beides habe bereits im Sommer 1989 mit einer Initiative der Bäckerinnungen beider Städte begonnen. Er erinnerte, dass es die Bürger der DDR waren, die mit Friedensgebeten und Demonstrationen die deutsche Einheit erst möglich gemacht hätten. „Nach der Freiheit kam die Einheit und die Städtefreundschaft wurde möglich.“ Als sichtbare Zeichen der Städtefreundschaft nannte er die Amtskette des Mühlhäuser Oberbürgermeisters, sanierte Objekte der Mühlhäuser Stadtmauer, restaurierte Kirchenglocken und die Erneuerung von Kirchenfenstern. Beide Oberbürgermeister würdigten in ihren Tischreden, dass die Städtepartnerschaft den Bürgern beider Städte von Anfang an und bis heute eine echte Herzensangelegenheit sei. Zahlreiche Kontakte zwischen Vereinen und Bürgern erfüllten die Städtefreundschaft täglich mit leben. Elke Holzapfel stellte in ihrer Tischrede die menschliche Seite der Partnerschaft heraus und schlug vor, dem Beispiel Münsters zur Benennung einer Straße nach der Partnerstadt auch in Mühlhausen nun endlich zu folgen. „Wir sind dankbar und stolz Teil dieser Freundschaft zu sein.“
6.11.2015
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