Unterstützung für Merkel von Thüringer CDU-Frauen

Frauen aus Thüringen trafen sich in München mit 1400 anderen CDU-Frauen um Bundeskanzlerin Angela Merkel zu unterstützen
Neun Frauen aus dem Unstrut-Hainich-Kreis in München

Am vergangenen Samstagmorgen hatten sich 23 Frauen aus Thüringen, mit der stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Frauen-Union Elke Holzapfel und der Kreisvorsitzenden des Unstrut-Hainich-Kreises an der Spitze auf den Weg nach München gemacht. Die Frauen-Union wollte ihre Unterstützung für Bundeskanzlerin Merkel mit einer bundesweiten Veranstaltung deutlich machen. Und nicht nur an der Spitze des Staates, sondern auch in anderen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft wollen Frauen mehr mitreden und mitentscheiden. Eine prominent besetzte Podiumsrunde zum Thema „Frauen an die Spitze - gut für Deutschland“ ließ keinen Zweifel an diesem Ziel.

Mit der schrittweisen Verbesserung der Rente für Mütter habe das Bohren eines außerordentlich dicken Brettes nach zehn Jahren jetzt zum Erfolg geführt, hieß es von Prof. Maria Böhmer der Bundesvorsitzenden der Frauen-Union zur Begrüßung und Dr. Angelika Niebler, die Vorsitzende der Frauen-Union der CSU nannte die Mütterrente ein Herzensangelegenheit.

Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde begeistert begrüßt und ihre Rede mehrfach durch Applaus unterbrochen. Im Blick auf die Frauenquote verwies sie darauf, dass die freiwillige Selbstverpflichtung in der Vergangenheit nicht eingehalten wurde und somit Maßnahmen wie die Flexiquote getroffen werden mussten. Zwar sei der Anteil von Frauen bei den Wissenschaftlern gestiegen, doch bleibe die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter ein wichtiges Thema. Sie ermutigte nicht nur Frauen, sondern vor allem junge Leute sich in die Gesellschaft einzubringen. Die Jugendarbeitslosigkeit konnte in den vergangenen Jahren halbiert werden und die CDU-regierten Länder stünden deutlich besser da als andere. Trotzdem bleibe noch viel zu tun. Als Zukunftsaufgabe nannte sie die weitere Verbesserung von Bildung und Berufsausbildung. Derzeit werden 40 Mrd. Euro der 300 Mrd. Euro des Bundeshaushalts für Langzeitarbeitslose ausgegeben. Die Politik müsse Bildung und Berufsausbildung stärken und Rahmenbedingungen schaffen, damit Unternehmer Lust bekommen etwas zu unternehmen. Möglichst sind die Arbeitnehmer so einzubeziehen, dass sie selbst Verantwortung übernehmen. In kurzer Zeit werden von derzeit 41 Mio. Beschäftigten in Deutschland nur noch 35 Mio. zur Verfügung stehen und zu einem Umdenken in der Arbeitsmarktpolitik zwingen. Die Zukunft werden auch Strukturfragen, wie Abwanderung vom Land in die Stadt eine größere Rolle spielen. Wirtschaftswachstum, mehr Kindergeld, höhere Kinderfreibeträge und keine strukturelle Neuverschuldung 2014 sowie keine Steuererhöhung für die Wirtschaft sind die Themen ihres Wahlkampfes. Dabei, so ergänzte der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, handele es sich nicht um Wahlgeschenke, sondern um Zukunftsinvestitionen.

Warum so wenige junge Frauen in der CDU aktiv seien, liege nur bedingt an den politischen Themen antwortete die Bundeskanzlerin. Nach ihrer Erfahrung ändern sich die Themen schlagartig, je mehr Frauen in den Gremien mitarbeiten. Mit dem Frauenanteil steige auch die Effizienz und größere Vielfalt stärke die Gesellschaft. rv
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige