Topp oder Flopp? Social Dining – Was ist das?

Auf Augenhöhe bereiteten Arbeitgeber und Arbeitsuchende ein leckeres Drei-Gang-Menü vor und führten interessante Gespräche.
Zwei Arbeitsverträge, einen Ausbildungsvertrag, zwei Einstiegsqualifizierungen in Vorbereitung auf eine Ausbildungsaufnahme im Jahr 2017, sind das erste Ergebnis des Social Dining, zu dem das Jobcenter Unstrut-Hainich-Kreis im Oktober in das Bildungszentrum, Handel, Gewerbe, Freie Berufe e.V. eingeladen hatte.
„Nicht nur Ältere, sondern auch ausgebildete junge Menschen haben es schwer die Arbeitslosigkeit zu beenden oder den ersten Einstieg in das Berufsleben erfolgreich zu meistern. Auch ein guter Arbeitsmarkt, eine hohe Motivation und profihaft erstellte Bewerbungsunterlagen sind keine Garantie auf einen Arbeitsplatz. Um zum Erfolg zu kommen, sind daher auch Kreativität und neue Wege gefragt“, informiert Gerd Pächer, Bereichsleiter Markt- und Integration im Jobcenter Unstrut-Hainich-Kreis.
Eine dieser kreativen Ideen verbirgt sich hinter dem Namen „Social Dining“. „Es ist unsere Aufgabe, junge Erwachsene bei der Arbeitssuche und Kontaktaufnahme zu Arbeitgebern zu unterstützen und in ein Praktikum, auf einen Ausbildungsplatz oder in einen Job zu vermitteln“, so Ingrid Richter, Geschäftsführerin des Jobcenters Unstrut-Hainich-Kreis.
Geladen zum Social Dining waren also regionale Arbeitgeber und junge Arbeitssuchende. Nach der Devise „Angenehmes mit Nützlichem verbinden“ galt es, sich bei der gemeinsamen Zubereitung eines 3-Gang-Menüs auf unkomplizierte Art kennenzulernen, auf Augenhöhe partnerschaftlich am Herd über berufliche und private Interessen auszutauschen und in dieser lockeren Atmosphäre zu überlegen, ob aus einem spontan gebildeten Kochduo aus jeweils Arbeitgeber und Arbeitsuchendem, ein Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis entstehen kann.
Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Es wurde geschnippelt, gebraten, gekocht und gewürzt. Bereits beim Auftragen der gelungenen Speisen hatten sich die Interessenten angenähert und es zeichneten sich erste Erfolge ab. Der Abend hatte für alle Beteiligten eine Perspektive parat. Insgesamt 10 Firmen und 7 Arbeitssuchende nahmen an dem Meeting teil, dies spiegelt sich auch in der Vielfalt der Stellenangebote wieder. Vom Fleischerlehrling zum Kaufmann, vom Geschäftsführerassistenten zur Servicefachfrau. Engagierte Kräfte wurden gesucht und gefunden.
Einhellige Meinung der Arbeitssuchenden „Wir hatten schon einige Bewerbungsgespräche, aber hier war es viel entspannter und man begegnet sich auf Augenhöhe.“ Die Arbeitgeber bestätigen: „Eine gute Idee, erste unverbindliche Kontakte beim Kochen und Essen zu knüpfen und dabei auch außerfachliche Kompetenzen und Kommunikationsverhalten von potentiellen Mitarbeitern kennenzulernen.

Und wie ist die Meinung des Jobcenters? „Kreative Ideen stoßen nicht immer auf Gegenliebe, doch nur wer den Mut hat, neue Wege zu gehen, Dinge auszuprobieren, kann auch erfolgreich sein. Das bisherige Ergebnis unseres ersten Social Dining hat überzeugt. Wiederholungsgefahr besteht also zu 100 Prozent“, so Ingrid Richter abschließend.
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