Zauber des Augen„klicks“: Im Kreisarchiv werden bis Ostern 2012 historische Kameras präsentiert

Mario Weingardt und Kreisarchivarin Regina Hornischer vor einer der Ausstellungsvirtrinen, die Mario Weingart selbst aufwändig gestaltet hat. (Foto: Landratsamt)
Mühlhausen/Thüringen: Landratsamt | MÜHLHAUSEN. Einmal mehr präsentiert der Mühlhäuser Mario Weingardt eine interessante Ausstellung im Kreisarchiv. Historische und moderne Fotoapparate nebst Zubehör und historischen Fotos sind ab sofort, dienstags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung in der Bonatstraße 50, in Mühlhausen, im Kreisarchiv, zu besichtigen. Bis Ostern 2012 wird die Ausstellung gezeigt.

Fünf große Vitrinen, zwei Glasschränke, ein Regal und ein Tisch sind reichlich mit Exponaten bestückt. Besucher dürfen sich auf mehr als 40 historische Kameras, zahlreiche historische Fotos und interessantes Fotozubehör freuen. Mario Weingardt ordnete seine Exponate nach dem Zeitpunkt ihrer Herstellung. Das älteste Stück ist eine Holzkamera, die zwischen 1890 und 1900 gebaut wurde. Damals verschwand der Fotograf noch unter einem schwarzen Tuch, wenn er eine Aufnahme auslöste. Zu den jüngsten Ausstellungsstücken zählen Digitalkameras der ersten Generationen.
Seit dem Jahre 2003 sammelt Mario Weingardt alles, was mit dem Fotografieren zusammen hängt. „Als ich damals ein Fotogeschäft in Mühlhausen betrieb, begann ich Fotoapparate zu sammeln, als Dekoration für den Verkaufsraum und für das Schaufenster“, erinnert sich der Sammler.

Glanzstücke seiner Präsentation sind für Mario Weingardt zwei historische Kameras der Firma Vogtländer aus den 30er und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts. In diesem Unternehmen wurde 1840 erstmalig ein Objektiv entwickelt, welches die Belichtungszeit von einer halben Stunde auf eine Minute reduzierte. Erst dadurch wurde das Fotografieren praxistauglich, und es konnten seit dem Menschen auch mühelos porträtiert werden.

Ein Foto ist für Mario Weingardt ein historisches Dokument, das es dem Betrachter ermöglicht, sich eine Person oder eine Situation vorzustellen. „Der Augenblick wird bildlich sichtbar.“ Ein Text, eine schriftliche Quelle, käme da eher an seine Grenzen.
Und, um den Bogen zum Kreisarchiv zu schlagen: Die Kombination von Bild und Text habe sich nicht zuletzt in der Heimatforschung und Lokalgeschichte besonders bewährt.

Wer sich für die Geschichte des Unstrut-Hainich-Kreises oder die seiner Vorgängerlandkreise interessiert, dem sei empfohlen, Fotos und andere Dokumente sowie schriftliche Quellen im Kreisarchiv einzusehen. Telefon:( 03601/801601
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