Englische Wochen für die Müller-Mädels

Maike März im Siegesrausch: Das erste Saisonspiel vor heimischer Kulisse endete mit einem klaren 34:26 für die Müller-Mädels. (Foto: Mario Gentzel)
Bad Langensalza: Hannoversche Straße | Das Jahr eins nach dem Deutschen Meistertitel und dem Gewinn des DHB-Pokals wird schwer. THC-Trainer Herbert Müller warnte vor dem Ligastart vor allem vor der anstehenden Dreifach-Belastung. Neben der Bundesliga und dem DHB-Pokal dürfen sich die THC-Frauen auch auf internationalem Parkett beweisen.

„Bisher waren wir den Rhythmus Sonnabend spielen, eine Woche Pause und wieder Sonnabend spielen gewöhnt. Das ist ab sofort Geschichte.“ Das Wort, das in den nächsten Wochen möglicherweise das meist gebrauchte ist, heißt „englische Woche“. Die Champions League, die Königsklasse im Frauenhandball, ist dran schuld. Sport-Insider wissen mit „englischer Woche“ sofort etwas anzufangen. Drei Spiele in sieben Tagen – Sonntag-Mittwoch-Sonntag oder Sonnabend-Mittwoch-Sonnabend.
Den ersten kleinen Vorgeschmack bekommen die Meister-Frauen des Thüringer HC. Vergangenen Sonnabend spielten sie daheim gegen Frisch Auf Göppingen und gewannen nach bärenstarken 45 Minuten am Ende 34:26 (18:11).

Dass es kein Debakel gab für die Gäste aus Göppingen, lag der Wechsel-Strategie von Müller. Beim Stand von 28:14 gab es auf dem Feld der Salza-Halle ein Bäumchen-wechsel-dich-Spiel. Alle Spielerinnen durften ran.

Müller schonte seine Top-Akteure für das Spiel gegen Oldenburg. Heute kommt es um 19.30 Uhr zum zweiten Heimspiel der neuen Saison. Der VfL Oldenburg ist der Gegner. Die Oldenburger lieferten am ersten Punktspiel-Wochenende die Überraschung. Sie knöpften dem HC Leipzig ein 26:26 ab.
Die THC-Frauen dürften gewarnt sein, die Mannschaft aus Oldenburg keinen Deut zu unterschätzen. Meistermacher Herbert Müller muss auch im zweiten Spiel den Spagat finden zwischen Erfolg und Kräftesparen. Am Sonnabend geht die Punkte-Hatz weiter für den THC. Das dritte Spiel in einer Woche steht an – es geht nach Trier.

Wer denkt, danach können die Handballerinnen die Beine hochnehmen, irrt. Nächsten Mittwoch, 14. September, steht Punktspiel Nummer vier an – es geht nach Buxtehude. „Wir müssen uns an den Rhythmus gewöhnen, wir müssen den Rhythmus finden. Auf den ersten Blick sieht dieser Rhythmus nach einer zusätzlichen Belastung aus. Ich hoffe, dass wir die englischen Wochen nutzen, um zusätzliche Kräfte freizusetzen“, sagte Müller. (Jens Henning)
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