Werben für sich und 2012: Thüringer HC erwartet am 30. Dezember den Frankfurter HC

Ihren ersten Tabellenplatz wollen die Spielerinnen des Thüringer HC mit ins neue Jahr nehmen. Wenn‘s klappt, gibt‘s zur Belohnung Frankfurter Würstchen! (Foto: Mario Gentzel)
Von Jens Henning

BAD LANGENSALZA. Hat der desaströse Auftritt der Frauen-Nationalmannschaft bei der WM in Brasilien dem Frauen-Handball in Deutschland geschadet? Es gibt einige Kritiker, die meinen, dass sich diese Anti-Werbung auch auf den Ligaalltag auswirkt. Die Erwartungen vor dem Welt-Championat in Südamerika waren groß. Die Realität holte die Handball-Fans schnell ein. Nach der blamablen Niederlage gegen Angola herrschte Katerstimmung. Im DHB-Team standen mit Kerstin Wohlbold und Nadja Nadgornaja auch zwei Spielerinnen des THC. Auch sie konnten das Desaster nicht verhindern.

Am 30. Dezember springt und fliegt der Ball wieder in der nationalen Liga. Der Thüringer HC hat Heimrecht in der Salza-Halle. Der Frankfurter HC kommt.
Beim THC werden auch die WM-Teilnehmerinnen Kerstin Wohlbold und Nadja Nadgornaja dabei sein. Sie haben auch eine Aktie daran, dass der deutsche Frauenhandball auf seinen sportlichen Tiefpunkt angelangt ist. Doch Wohlbold und Nadgornaja sind nur zwei Steinchen im großen Getriebe. Beide Spielerinnen haben für den THC immer alles gegeben. Deshalb wäre es auch nur sportlich fair, diese beiden Sportlerinnen ebenso sportlich fair zu empfangen.

Man muss abwarten, wie groß die Lust in und um Bad Langensalza ist auf Frauen-Handball. Oder bleibt die WM-Blamage doch noch gedanklich hängen und führt zu halbleeren Hallen?

Die THC-Handballerinnen können mit einem Pfund wuchern. Vor der WM-Pause standen sie auf Platz eins der Tabelle. Diesen Platz an der Sonne wollen sie nach dem ersten Spieltag nach der Chaos-WM behaupten.

Die beste Werbung für sich und für den Frauen-Handball wäre ein Heimsieg gegen Frankfurt. Dann würden die THC-Frauen das Super-Jahr 2011, das mit dem Gewinn des Meistertitels und des DHB-Pokals beim Final Four in Göppingen seine Krönung fand, erfolgreich ausklingen lassen.

Und wer weiß, vielleicht wird ja 2012 ähnlich erfolgreich für den Thüringer Vorzeigeverein. Herbert Müller hatte vor der Saison nie das Wort von der Titelverteidigung in den Mund genommen. Er wollte, dass sich seine Mannschaft weiter festigt. Das hat der THC bisher geschafft. Im nationalen Wettbewerb musste der Verein nur eine Niederlage einstecken. Das war am 14. September beim 21:22 in Buxtehude.
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Sebastian Großert aus Erfurt | 21.12.2011 | 10:28  
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