Allgemeines zur geschichtlichen Entwicklung der "Heyeröder Burschengelage"

Logo der Heyeröder Kirmesgesellschaft e.V.
Seit Menschengedenken wird die Tradition der Feier des Kirchweihfestes in Heyerode in Form von Burschengelagen nach außen getragen. Das Zusammenspiel zwischen dem Lebens- und Geschäftsinteresse der jeweiligen Gastwirte sowie deren räumliche Möglichkeiten einerseits und dem Frohsinn ihrer jugendlichen Gäste andererseits, bildete das geeignete Umfeld für das Entstehen und die Weitergabe von Formen des Feierns. Der daraus erwachsende Wert des Gemeinschaftsgefühls war so stark, daß selbt zu Zeiten besonderer Erschwernisse das zentrale Motiv, die Würdigung der weihe unseres Gotteshauses zusätzlich in einer weltlichen Festgestaltung Bestand hatte. Als in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, also in der Zeit des "Kulturkampfes" die preußische Regierung versuchte, die Kirmesfeiern aus der Öffentlichkeit zu verdrängen, fanden sich die Burschen in den relativ "geräumigen" Bauernhäusern zu Kirmesgelagen zusammen. Nach Beendigung dieser Ära übernahmen wie zuvor, wider die Wirtshäuser die Funktion des Festlokals. Soweit zurückverfolgbar, wurde in folgeden Gaststätten in Form von Gelagen die Tradition des Kirchweihfestes gepflegt.

Kirmesgelage in Heyerode:

bis ca. 1925 "Zum deutschen Haus"
bis ca. 1953 "Zum weißen Roß"
bis ca. 1969 "Zur guten Quelle"
bis ca. 1980 "Zum grünen Rasen"
1970 - 72 "Kurhaus"
ab 1981 bis 87/90 "Gastätte Post / Heyeröder Hafen"
1988/89,91 bis 98 "Heyeröder Hafen"
1998 bis heute "Festzelt am Heyeröder Hafen"

Jählich wurden aus ihren Reihen zwei Platzmeister berufen. Diese übernahmen bei den Feiern die Führung des Gelages und die Repräsentation in der Öffentlichkeit. Ihre Aufgabe besteht auch heute noch darin, der Kirmes ein gutes Gesicht zu geben, in Spaß und Freude voranzugehen, Gäste herzlich zu begrüßen und in kluger Weise Ausschweifungen in Bahnen zu halten. So ist es ein schöner Brauch, daß die Platzmeister dem geistlichen und weltlichen Oberhaupt der Gemeinde ihre Aufwartung machen und diese ihnen für die Dauer der Festtage die Repräsentationsrechte im Dorf und Polizeigewalt an den Veranstaltungsorten zusprechen.
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Hannelore Grünler aus Artern | 18.09.2011 | 21:06  
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