Bulldoggen: Klub der Kampfschmuser

Bruno tut keinem etwas, dabei klingt der Name Bulldogge irgendwie gefährlich, oder? Fotos: Heyder
Mühlhausen/Thüringen: Innenstadt | Entweder man liebt sie, oder man mag sie gar nicht. Davon ist Katharina Bickel überzeugt. Sie führt den Bulldoggenklub in Mühlhausen, hat selbst eine dieser speziellen Züchtungen zu Hause. «Fetti» heißt eigentlich Bruno und gehört zu den kleiner gebauten Französischen Bulldoggen. Sein Jaulen klingt wie der Gesang eines Troubadours - und wird mit soviel Inbrunst vorgetragen, dass er damit gleichzeitig eine der Wesenseigenschaften dieser Rasse zeigt: Sie brauchen Aufmerksamkeit. Viel Aufmerksamkeit. Und Zuwendung. Sie sind definitiv nichts für Menschen, die zwar gern einen Hund haben, aber nur wenig Aufwand betreiben wollen. Fetti würde das gar nicht mögen, erhebt er doch seine Stimme in ein herzzerreißendes Jaulen, wenn er nur einige Minuten nicht beachtet wird. Er wedelt mit dem Stummelschwänzchen, rennt aufgeregt hin und her und schaut immer wieder nach oben. Hüpft auf die Bank und wieder zurück. «Wann gehts endlich los, auf dem Feldweg warten die Abenteuer!», könnte er denken, wäre er ein Mensch geworden.

«Bulldoggen gibt es in verschiedenen Größen Old-English, English, Französische, Amerikanische Bulldoggen, aber kennzeichnend sind die platte Nase, ein kräftiges Genick und eine breite Brust», erklärt Bickel. «Neben den weit verbreiten gibt es noch einige andere Bulldoggen-Arten wie die Renascence-Bulldoggen oder Continental-Bulldog.»

Noch etwas Gutes tun


Ihr Klub ist auf dem Weg, eine große «Bully-Gemeinschaft» zu werden. Gemeinsames Gassegehen, Geschichten und Erfahrungen werden ausgetauscht. Jährlich im September gibt es ein großes Treffen - mit immerhin 125 Hunden beim letzten Mal. Die Teilnehmer kamen aus Bad Langensalza, Mühlhausen, Eisenach, Friedrichroda, Leinefelde, Sondershausen - «die Aufzählung aller würde zu einer Nachtschicht werden», sagt Bickel lachend.

«Einen Teil des Erlöses des Tages spenden wir an die Elterninitiative krebskranker Kinder und tun somit noch etwas Gutes», zeigt sich Bickel stolz. 1500 Euro seien insgesamt schon nach Jena geflossen, wir sind die erste und einzige Tier-Organisation die dorthin spendet. «Außerdem geht es uns um Aufklärungsarbeit über diese tolle Rasse, denn Bulldoggen sind keine Kampfhunde, sondern Kampfschmuser!» Ein gemütliches Wesen und Kinderfreundlichkeit zeichnen sie aus.
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