Erste Erfahrungen mit KITEC-Programm von Bosch in der „Villa Kunterbunt“

Anleitung durch zwei Vatis beim Bau eines Holzhauses
Handwerkliche Fertigkeiten nicht nur für Jungs

EISENACH. Die enge Zusammenarbeit zwischen der THEPRA-Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“ mit Bosch am Standort Eisenach brachte für die Kindereinrichtung im vergangenen Jahr das Angebot sich am KITEC-Programm des Unternehmens zu beteiligen. Für die meisten Kinder gibt es wenig Gelegenheit auch aktiv technische Erfahrungen zu sammeln. In den letzten Jahren verstärkt sich sogar die Entwicklung, dass manche Kinder in der Familie überbehütet sind, so die Aussage der Leiterin Martina Schellenberg. Das Kennenlernen und Ausprobieren von Materialien und Werkzeugen gehöre aber zur natürlichen Auseinandersetzung mit der Umwelt.
Die Initiative zum KITEC-Programm habe sich aus der Erkenntnis entwickelt, dass Deutschland zwar ein reiches Land sei und wirtschaftlich stark, aber: “Wir brauchen mehr Tüftler, Erfinder, Leute, die was konstruieren – hier fehlt es.“, so Dirk Haushalter, der Vertreter der Bosch GmbH am 27. März 2012 in der Kindereinrichtung in der Hofferbertaue. Mitgebracht hatte er Nikolaus Doll, den Wirtschaftsredakteur von „Die Welt“, der extra aus Berlin kam und den Fotografen Christian Burkert aus Hannover.
Mit Hilfe der beiden fachkompetenten Vatis Thomas Hartmann und Klaus Hild zeigte die Gruppe der Vorschulkinder, dass die 15 KITEC-Kisten mit kindgerechten Werkzeugen und Materialien hier in den besten Händen sind. Unter der Beobachtung der Gäste entstand nach intensivem Sägen und Hämmern ein kleines Holzhaus. Es wird benötigt, um die Geschichte der „Drei kleinen Schweinchen“ zu erzählen, die sich vor dem Wolf erst in einem Strohhaus, dann in einem Holzahaus und dann in einem Steinhaus verstecken. Die Kinder ließen sich von den Besuchern kaum stören, beantworteten aber bereitwillig deren Fragen. Ganz offensichtlich macht es den Kindern mehr Spaß selbst zu planen, zu entwickeln und herzustellen, als einfach etwas zu kaufen. Und, so ein kleiner Handwerker: „Das ist wie richtige Arbeit.“. Die Kinder sind begeistert und fühlen sich bestätigt. Übrigens gehören zum Programm neben den Materialkisten auch eine Weiterbildung von zwei Erzieherinnen sowie ein Arbeitsheft mit Hinweisen als Anschub für das Projekt. Erste Erfahrungen mit der Herstellung von Stabpuppen liegen bereits vor.
Haushalter betonte, dass sich Bosch weiterhin in der Nachwuchsförderung engagieren werde. Schön wäre es, wenn das große Interesse, besonders der Mädchen, an Technik vom Vorschulalter bis zur Berufswahl erhalten werden könnte. In den THEPRA-Kindereinrichtungen wird daran gearbeitet.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige